Schönfußröhrling – Boletus calopus Pilze

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Schönfußröhrling – Dickfußröhrling

Merkmale: Anfangs ist der fleischige Hut kugelig, später gewölbt. Er hat einen Durchmesser von 6 bis 20 cm. Der Hutrandrand ist gewellt. Die Farbe des Hutes reicht von schmutzig Weiß über Hellgrau bis Grauocker und Graubraun. Die trockene Huthaut ist fein filzig behaart.

Schönfußröhrling - Boletus calopus
Schönfußröhrling – Dickfußröhrling / Boletus calopus

Der feste, stämmige Stiel ist dickbauchig. Er ist 7 bis 15 cm lang und 4 bis 6 cm dick. Der Stiel ist leuchtend rot gefärbt und mit einem weißlichen bis gelben Netz überzogen. Zur Basis hin wird diese Netzzeichnung dann etwas dunkler.

Die Poren sind klein und rundlich. Zunächst sind sie zitronengelb und dann olivgelb gefärbt. Die langen und feinen Röhren sind am Stiel angewachsen. Sie haben die gleiche Farbe wie die Poren.

An Druck- und Schnittstellen verfärben sie sich blaugrün. Das weißlich bis graugelbe Fleisch ist fest. Das Fruchtfleisch verströmt einen säuerlichen Geruch. Der Geschmack ist bitter.

Standort: Der Schönfußröhrling kommt sehr häufig in Laub- und Nadelwäldern vor. Er liebt saure Böden. Bevorzugt wächst er unter Fichten und Rotbuchen. Die Fruchtkörper erscheinen in den Monaten Juli bis Oktober.

Wert: Die Pilze sind ungenießbar. Nach dem Verzehr dieser Röhrlinge können mehr oder weniger starke Verdauungsstörungen auftreten. Diese setzen bereits 15 bis 20 Minuten nach der erfolgten Mahlzeit ein und halten mehrere Tage lang an. In der Regel ist der Verlauf dieser Vergiftungen glimpflich. Allerdings sollte dennoch ein Arzt aufgesucht werden.

Verwechslungsgefahr SchönfußröhrlingEine Verwechslung kann mit dem giftigen Satansröhrling (Boletus satanus) und auch dem ungenießbaren Netzstieligen Hexenröhrling (Boletus luridus) erfolgen.

 


Was beim Sammeln von Pilzen immer wichtig ist

Ein allgemeines Kriterium zur Unterscheidung von essbaren und giftigen Pilzen gibt es nicht. Genaue Kenntnisse über Fruchtkörper und allgemeines Aussehen sind beim Pilze sammeln daher unabdingbar und können durch kein Pilzlexikon ersetzt werden. Generell gilt, einen unbekannten oder nicht genau bestimmbaren Pilz nicht zu sammeln und schon gar nicht zu verzehren.

Es ist auch zu berücksichtigen, dass einige Pilzsorten früher als Speisepilze galten, jedoch mittlerweile zu den giftigen Pilzen zählen. Bei der Pilzbestimmung muss daher immer auf aktuelle Fachliteratur zurückgegriffen werden.

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