Bohnenkraut – Gewürze Lexikon

Bohnenkraut – Satureja hortensis

Allgemeines: Schon zu Zeiten Karl des Großen wurde das Bohnenkraut zur Verfeinerung von Speisen verwendet. Man kennt es auch unter den Namen Pfefferkraut oder Weinkraut. Die Pflanze gehört zur Familie der Lippenblütler.

Bohnenkraut - Satureja hortensis
Wie sieht Bohnenkraut aus ? – Satureja hortensis

Ursprünglich stammt sie aus Kleinasien und Mitteleuropa in wilder und kultivierter Form. Hier gedeihen die Pflanzen auf trockenen Standorten und Ödland, bevorzugt auf kalkhaltigen Böden.

Die krautige Pflanze hat einen aufrechten und stark verzweigten Wuchs. Sie bildet holzige Triebe. Die gegenständigen Blätter sind linealisch bis lanzettlich und duften stark aromatisch.

Die rosa-violetten oder weißen Blüten erscheinen in den Monaten Juni bis September. Sie stehen zu Quirlen zusammen in den Blattachseln. Die Pflanzen erreichen eine Höhe zwischen 30 und 50 cm.

Das Bohnenkraut enthält neben ätherischen Ölen wie Phenolen, Cymol und Carvacrol auch Gerbstoffe, Mineralsalze und je nach Jahreszeit mehr oder weniger Vitamin C.

Ernte: Grundsätzlich werden die Blätter vom Bohnenkraut vor der Blüte geerntet. Zu diesem Zeitpunkt ist das Aroma am intensivsten. Die Erntezeit beginnt Mitte Juli bis Mitte Oktober. Das Kraut eignet sich hervorragend zum Trocknen und auch zum Einfrieren.

Zum Trocknen wird das Bohnenkraut zu einem Strauß gebunden und dann an einem schattigen, aber luftigen Ort aufgehängt.

Anzucht: Neben dem ausdauernden Bergbohnenkraut (Satureja montana) ist in unseren Breiten hauptsächlich das einjährige Gartenbohnenkraut bekannt.

Die Aussaat der Samen erfolgt ab Mitte April bis Mitte Mai direkt ins Freiland. Der Reihenabstand sollte 20 cm betragen. Der Samen wird nur leicht mit Erde bedeckt. Bei einem zu dichten Stand müssen die Jungpflanzen unbedingt ausgedünnt werden.

Für ein ausgeprägtes Aroma benötigt das Bohnenkraut einen sonnigen Standort mit reichlich Nährstoffgaben. An heißen Tagen muss eine ausreichende Wassergabe gewährleistet sein.

Verwendung: Natürlich verfeinert das Gewürz alle Arten von Bohnengerichten. Es verstärkt den Eigengeschmack der Bohne. Daneben passt das Kraut mit dem leicht herben und minzigen Aroma auch zu vielen Fleisch- und Fischgerichten, kräftigen Suppen, Salaten und Kartoffelspeisen.

Das Bohnenkraut ist aber auch für seine verdauungsfördernden, reinigenden und krampflösenden Eigenschaften bekannt. Eine äußerliche Anwendung kann bei Endzündungen der Mundhöhle Linderung verschaffen. Daneben wirkt ein Fußbad aus Bohnenkraut sehr wohltuend und erfrischend auf müde Füße.

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