Kinder zu Bewegung motivieren

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Warum ist Bewegung für unsere Kinder so wichtig?

Kinder lieben von Natur aus die Bewegung, denn sie ist Ausdruck ihrer Lebensfreude. Unbeschwert wird gerannt, erforscht, geklettert. Vor allem Gefühle werden durch Bewegung zum Ausdruck gebracht.

Bewegung für Kinder
Warum ist Bewegung für unsere Kinder so wichtig?

Die Eltern entscheiden in den ersten Jahren in welchem Umfang und in welchem Lebensumfeld Kinder ihrem natürlichsten Bedürfnis nachkommen können.

Doch was passiert, wenn Kinder sich zu wenig bewegen? Der Mangel an körperlicher Aktivität mit zu wenig Bewegung für Kinder wird in den Medien kritisch diskutiert oder gar von diesen selbst gefördert?

Fakt ist: jedes 5. Kind ist inzwischen übergewichtig. Übergewicht entsteht durch zu hohe Energiezufuhr über Nahrungsmittel oder durch zu geringen Energieverbrauch. Sechs- bis zehnjährige Kinder bewegen sich durchschnittlich nur noch eine Stunde am Tag.

In der Freizeit steht stattdessen die Beschäftigung mit elektronischen Medien im Vordergrund. Studien zeigen uns, dass Kinder bereits mit Haltungsschwächen eingeschult werden. Wer schon als Kind an Übergewicht und Rückenproblemen leidet, wird damit mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch im Erwachsenenalter zu tun haben.

Was der Körper braucht

Zum einen reduziert Bewegung Stress, den Kinder in der Schule, bei Streitigkeiten oder durch Medienkonsum aufnehmen. Stress sorgt für erhöhten Blutdruck der nur durch regelmäßige Bewegung abgebaut werden kann. Oftmals werden Kinder mit Bewegungs- und daraus resultierenden Sauerstoffmangel irrtümlich als hyperaktiv eingestuft, dabei verhalten sie sich nur so, wie es für Sie im Moment überlebensnotwendig ist.

Werden Muskeln regelmäßig trainiert, werden leistungsfähige Abwehrzellen im Körper aktiviert, die das Immunsystem stärken. Durch eine gute Durchblutung des Gehirns wird die Konzentrationsfähigkeit gefördert. Wichtig für Kinder sind vor allem die freie Entfaltung und das Erforschen in der Natur, so werden sie selbständig, kreativ und können sich gut orientieren. Selbstbewusst werden Kinder, wenn Sie sich in Ihrem Umfeld und in ihrem Körper rund um wohl fühlen und ihnen auch zugetraut wird eigene Wege zu gehen.

Wie wir Kinder motivieren

Nur wer weiß, was Kinder bewegt, kann Sie auch bewegen. Am besten ist es natürlich, selbst Freude am Sport zu haben und dies aktiv vorzuleben. Eine Orientierung zum Bedarf an Bewegung bietet die Bewegungspyramide.

Diese beschreibt in 3 Stufen, was dem Körper gut tut: Alltagsbewegung, Ausdauersport und Kraftsport. Das Wichtigste zusammengefasst:

  • Kinder und Jugendliche sollten mindestens 60 Minuten am Tag körperlich aktiv sein
  • Die Hälfte der täglichen Bewegung sollten Kinder und Jugendliche in ca. 15-Minuten-Intervallen erleben z. B. Bewegung in der Schulpause, Laufdiktat, Turnstunde, Spiele oder Sport
  • Vielfältige und altersgerechte Bewegung im Laufe einer Woche zur Förderung von Flexibilität,
    Koordination und Geschicklichkeit
  • Kinder und Jugendliche sollen zur Unterhaltung nicht mehr als zwei Stunden am Tag mit Medien
    verbringen

Alltagsbewegung bei Kindern

Den Schulweg laufen oder mit dem Rad zurücklegen. Freunde treffen, statt mit Ihnen über die Medien zu kommunizieren. Spiele wie Springschnur, Gummi-Hüpfen und Ballspiele sorgen für Abwechslung. Es gibt einfache und kostengünstige Spiele für draußen. Hier gibt es tolle Bücher die Anregungen bieten.

Ausdauersport für Kinder

Hiermit soll Koordination und Geschicklichkeit gefördert werden. Es bieten sich an: Ballsportarten, Fahrradfahrern, Inlineskaten, Laufen, Badminton. Für die Kleinen: Fangen- oder Versteckspielen. Ab dem 10. Lebensjahr interessieren sich Kinder gerne für Erwachsenensportarten, hier kann je nach Naturell und Interesse eine Begabung gefördert werden.

Kraftsport für Kinder?

Da das Körperwachstum erst zwischen dem 17. – 22. Lebensjahr abgeschlossen ist, sollte bei Krafttraining eine übermäßige Belastung der Wirbelsäule und Gelenke ausgeschlossen werden. Sportarten wie Turnen, Kampfsport, Bergsteigen und Schwimmen fördern die Flexibilität, Durchhaltevermögen und Erfolgserlebnisse.

Sitzende Freizeit

Um Übergewicht entgegenzuwirken sollten Eltern diese Zeiten reduzieren. Kinder sollten sich täglich nicht mehr als 2 Stunden mit Medien beschäftigen.

Quellen: forum.ernährung heute Bewegungsmangel bei Kindern / Kinderschutzbund Landesverband NRW e. V.

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