Kampffisch – Fische für’s Aquarium

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Kampffisch (Betta splendens)

Kampffische gehören zu den begehrtesten Fischarten bei den Aquarianern. Diese imposanten Fische sind in Vietnam, Kambodscha, Thailand und Malaysia beheimatet.

Kampffisch im Aquarium
Kampffisch – Betta splendens

Ihr länglicher Körper ist seitlich zusammengedrückt mit einem flachen Bauch und leicht gewölbtem Rücken. Der Kopf und die Augen sind nicht sehr groß und der Mund ist oberständig. Der Kampffisch kann einen Körperlänge bis zu 6,5 cm erreichen. Das Männchen besitzt eine weit hinten angesetzte und breite Rückenflosse. Sie bildet eine Art Segel. Die beweglichen Bauch-, After und Schwanzflossen sind stark entwickelt. Sie entfalten sich prächtig während des Werberituals und sie dienen gleichzeitig zur Einschüchterung von Rivalen.

Die Weibchen hingegen sind weniger auffallend in ihrem Aussehen. Die Flossen sind viel kleiner als bei den Männchen. Sie sind sehr auffällig gefärbt in verschiedenen grünlich braunen Tönungen. Bei Fischen, welche durch eine Auslesezucht entstanden sind, tritt ein außergewöhnliches Farbspiel von Blau bis leuchtend Rot auf.

Nahrung: Alle Kampffische sind Fleischfresser. In der Regel bevorzugen sie Lebendfutter. Allerdings gewöhnen sie sich auch an Frisch-, Tiefkühlfutter und Flockennahrung. Wichtig ist allerdings eine sehr abwechslungsreiche Ernährung. Nur so kann auf Dauer ihre außergewöhnliche Farbenpracht erhalten werden.

Verhalten: Der Name Kampffisch verrät es schon, dass vor allem die Männchen nicht nur während der Paarungszeit, sondern auch außerhalb ihren Artgenossen gegenüber sehr aggressiv sind. Daher ist es ratsam, nicht zwei männliche Tiere in einem Becken zu halten. Es kann sonst zu brutalen Kämpfen untereinander kommen. Meist enden diese mit dem Tod eines Kontrahenten.

Dieses Verhalten wird in ihrer Heimat zu Kampfwettbewerben genutzt, in denen auf sehr hohe Summen gewettet wird.

Kampffische sind gegenüber anderen Fischen meist tolerant. Es sei denn, es handelt sich um sehr lebhafte Fische wie beispielsweise Barben.

Fortpflanzung: Während der Paarungszeit muss das Pärchen separat in einem Becken mit einer Wassertemperatur zwischen 28 und 30°C gehalten werden. Hier baut dann das Männchen ein Schaumnest. Dieses ist in der Unterwasservegetation in einer Tiefe von

15 cm verankert. Nach einem erfolgten Werbungszeremoniell begibt sich das Pärchen unter das Nest. Hier erfolgt dann die Ausstoßung der Eier und die unmittelbare Befruchtung. Wichtig ist, dass das Weibchen sofort nach dem Ablaichen aus dem Becken genommen wird. Sonst kann es leicht passieren, dass es den Angriffen des Männchen ausgesetzt ist.

Ab nun übernimmt das Männchen die ständige Bewachung des Nestes. Mitunter werden bei Bedarf noch Schaumbläschen zugefügt. Weiterhin säubern sie regelmäßig das Nest und entfernen die unbefruchteten Eier.

Die Jungen schlüpfen schon nach einem Tag. Sie werden noch zwei bis drei Tage im Inneren des Nestes vom Männchen bewacht. Ernährt werden sie durch den Nährdotter in ihrem Dottersack.

Das Männchen muss aus dem Becken entfernt werden, wenn die Jungen anfangen frei zu schwimmen. Jetzt ist es wichtig, dass die Jungfische flüssiges Futter als Nahrung erhalten. Erst nach ungefähr eineinhalb Lebensmonaten steigen die Jungen dann erstmals an die Wasseroberfläche auf, um dort nach Luft zu schnappen. Daher muss im Beckenwasser genügend Sauerstoff enthalten sein.

Haltung: Kampffische lassen sich in der Regel leicht halten. Der Bodengrund des Beckens muss weich sein und aus einer Schicht Schlamm und Detritus bestehen. Weiterhin ist eine üppige Vegetation erforderlich. So können sich die Weibchen dann leicht unter Umständen von den aggressiven Männchen zurückziehen. Die Fische halten sich vermehrt an der Beckenoberfläche auf. Daher ist es ratsam das Becken abzudecken. Wichtig ist auch eine entsprechende Warmluft über der Wasseroberfläche.

Empfehlenswert ist es, wöchentlich mindestens 10 % des Wassers im Becken auszutauschen. Dies ist Voraussetzung für eine gute Entwicklung der Flossen des Männchens.

Die Wassertemperatur im Becken muss konstant zwischen 25 und 28 °C liegen, bei einem neutralen pH-Wert und einer Härte von 5 bis 10 °dGH. Die Beleuchtung des Beckens sollte mäßig bis gemäßigt stark sein.

Eine Vergesellschaftung der Kampffische ist möglich, dann aber niemals mit Männchen derselben Art.

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