10 Besserwisser Fragen

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10 x Besserwisser

Wissen macht.... sexy
10 Besserwisser-Fragen

Wer kennt sie nicht, diese unsäglichen Besserwisser die anscheinend die Encyclopedia Britannica verschluckt haben. Damit Sie bei nächster Gelegenheit kontern können und nicht der pseudo-intellektuellen Allmacht ausgeliefert sind, gibt es hier leicht und schnell verdaulich 10 kurze Anekdoten und Wissenslückenfüller.

1. Ist krumm sitzen so schädlich wie Mutti und Vati behaupten?

Wissenschaftler für Biomechanik in Ulm haben jetzt herausgefunden, dass krummes Sitzen den Rücken nicht schädigt und überhaupt nicht so dramatisch für den Rücken ist wie behauptet. Wer allerdings lange sitzt, sollte sich ab und zu bewegen, um nicht „steif“ zu werden. Also: Setzten Sie sich wieder entspannt hin!

2. Was ist bootlegging?

Heute ist Bootleg ein Musikform, bei der zwei Tracks übereinander gelegt werden und zu einem neuen Stück verschmelzen. Aber was soll das eigentlich heißen „Stiefelbein“? Als Bootleggin’ bezeichneten die Amerikaner den Alkoholschmuggel zu Zeiten der Prohibition. Der Begriff kommt aber eigentlich von den Cowboys, die in ihren Cowboystiefeln Alkohol in die Indianerreservate schmuggelten. Also wer bootlegt, der schmuggelt einen Track über den anderen…Wie kriminell!

3. Tolle Wurst

Der freundliche Metzger und sein Lehrling wollen uns in einem Würstchen-Fernseh-Werbespot in der Tat weiß machen, dass Wiener Würstchen und Frankfurter zwei verschiedene Paar Schuhe sein…dabei sollten die Herren Metzger es wirklich besser wissen!
Wiener und Frankfurter sind nämlich das gleiche und kommen aus Frankfurt, daher der Name Frankfurter. Der Metzger, der diese Wurst erfand lebte in Frankfurt, der Mann hieß aber Herr Wiener. Daher der Name Wiener! Also liebe Werbe-Experten, beim nächsten Würstchen-Spot besser aufpassen und uns eine Wiener für eine Frankfurter vormachen!

4. Schnitzel gefunden

Ein beliebtes Spiel aus Kindertagen ist die Schnitzeljagd und noch bis ins hohe Alter plagt einen die Frage: Warum „Schnitzeljagd“? Noch nie hat man wohl ein Kind gesehen, das im Wald ein Schnitzel verfolgt und es als Beute nach Hause trägt. Die Spuren waren doch stets auf Sägespäne, Stöcken oder Kreidestrich. Der Schlaumeier hat natürlich die Antwort, das Wort „Schnitzel“ bezieht sich auf das Papierschnitzel, heute besser bekannt als Schnipsel. Und weil man im Gelände nach kleinen Papierschnipseln mit Hinweisen und Aufgaben „jagt“, entstand der Name Schnitzeljagd.

5. Eisbein

Frauen haben die Angewohnheit im Bett neben dem Liebsten liegend stets über kalte Füße zu klagen und der Mann mag sich denken, „was hat die den für Eisbeine?“. Dem Genießer der deutschen Esskultur ist jedoch bekannt, dass Eisbein ein schmackhaftes Stück Fleisch ist, häufig mit Sauerkraut kredenzt. Allerdings ist dieser Fleischklopper lecker warm zu verspeisen, die Schweinshaxe ist also nicht gefroren. Doch schon zur Zeit der Germanen wurden der Röhrenknochen der Schweinehaxe als Schlittschuh verwendet. Eisige Zeiten für den leckeren Knochen!

6. Spargel und Pipi

Die Spargelzeit ist zwar gerade vorbei, aber auch nächstes Jahr wird man sich fragen, woher der seltsame Pipigeruch nach dem Konsum von Spargel kommt. Der Körper besitzt ein Enzym, das aus dem Spargel den Aromastoff Asparagussäure abspaltet, die im Spargel enthaltenen Schwefelstoffe werden frei und dann über den gelben Fluss wieder ans Tageslicht transportiert. Aber nicht jeder ist ein Spargelpisser, ob wir nach dem Genuss der leckeren Stange stinken wie ein Stinktier hängt von den Genen ab, die bestimmen, ob wir das Enzym zu aufspalten des Spargels haben.

7. Einen Zahn zulegen

Tagtäglich werfen wir mit Redewendungen um uns, ohne deren Ursprung zu kennen, höchstens ihre Bedeutung ist uns bekannt. Wer einen Zahn zulegt, der macht irgendwas etwas schneller…steigert also das Tempo, aber warum dann „einen Zahn zulegen“? Der Begriff stammt aus dem Mittelalter, als noch über Feuerstellen gekocht wurde. Die Töpfe hingen an eisernen Zacken, den so genannten Zähnen, über dem Feuer. Wenn man also einen Zahn zulegte, hängte man den Topf einen Zahn näher ans Feuer und so wurde das Essen schneller gar.

8. Schlagabtausch

Boris und Steffi sind auch nach ihrem Karriere-Ende noch Helden der Nation, elfengleich fegten sie einst über den Tenniscourt. Auch wenn wir einst die Ranglisten anführten, Tennis haben die Franzosen erfunden. Im 14. Jahrhundert entwickelte sich der Schlagabtausch aus dem Spiel Jeu de Paume (Handflächenspiel). Im 15. Jhd. Kamen dann die Schläger hinzu und 200 Jahre später spielten die Franzosen bereits zwei Varianten nach festen Regeln Rasentennis und Innenhof-Tennis. Spiel, Satz und Sieg: Frankreich.

9. Jetzt schlägt’s 13

Eine unglaublich unliebsame Zahl ist die dreizehn. Pechbringend und unglückverheißend soll sie sein. 13 Jünger teilten mit Jesus das letzte Abendmahl, die ätzende Pubertät fängt mit 13 an, die dreizehnte Fee hat Dornröschen verwunschen, wenn’s dreizehn schlägt dann kommen die Geister. Dreizehn ist des Teufels Dutzend! Und deshalb gibt’s Hotels ohne Zimmer Nr. 13, Wolkenkratzer in denen man vom 12. direkt in den 14. Stock gelangt und kein französisches Haus mit der Hausnummer 13. Übrigens die krankhafte Angst vor der Zahl 13 nennt man Triskaidekaphobie.

10. Minirock und Bikini

Minirock und Bikini sind wohl die beiden revolutionärsten modischen Errungenschaften des vergangenen Jahrhunderts mag so manch ein Modefreak denken, aber der Schlaumeier weiß es besser! Nicht das diese Teile nicht heiß wären, aber aus dem 20. Jhd. stammen sie nicht. Schon die hübschen Germaninnen lockten ihre starken Männer mit extrem kurzen Röcken, die nur aus einer doppelten Reihe Schnüre um die Hüften bestand. Die Damen im antiken Rom waren in schicke Leder-Bikinis verpackt, wie Funde und Mosaiken beweisen.

Abschließend bleibt jetzt nur noch eins zu sagen: Viel Spaß beim besserwissen…

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