Benzin sparen beim Autofahren

Den Benzinverbrauch beim Autofahren senken

Nach Schätzungen der Mineralölindustrie werden jährlich viele Millionen Euro dadurch vergeudet, dass viele Autofahrer Super- Benzin fahren, obwohl ihr Motor für Normal- Benzin gebaut ist. Die Benzin-Ersparnis von maximal 1 bis 2% durch weiteres Fahren steht in keinem Verhältnis zum Mehrpreis wenigen Cent pro Liter.

Umweltschonend Auto fahren
Bezin sparen beim Autofahren und die Umwelt schonen

Befreien Sie sich vom Vorurteil, das Benzin an den sogenannten „Freien Tanksteilen“ wäre schlechter, als bei den bekannten „Markenfirmen“; auch die „Freien“‚ führen Markenbenzin, nur eben nicht auf die jeweilige Marke eingefärbt, und – natürlich preiswerter. Die Unterschiede liegen zwar nur im Cent-Bereich pro Liter, aber über’s Jahr hinweg spart man etliche Euro Benzinkosten.

Noch preisgünstiger Tanken Sie möglicherweise, wenn Sie bei einem in Ihrer Nähe befindlichen SB- Großmarkt oder Einkaufscenter einkehren und die dortige Tankstelle aufsuchen (z. B.: Agros, Allkauf, Plaza, Basar, Globus, etc.). Um Kunden zu bekommen, die ja meistens mit dem eigenen Fahrzeug anreisen, bietet man an den dem Unternehmen angeschlossenen Tankstellen kräftige Rabatte.

So bezahlt man an diesen Zapfsäulen oft weitere Cent weniger, als an den in der Stadt liegenden Tankstellen. Das gleiche gilt übrigens auch in vielen Fällen für Reifen und Zubehörteile.

Wenn Sie viel Autobahnen benützen müssen, lohnt es sich in jedem Fall, vor der Auffahrt vollzutanken oder aber zum Tanken einen Ort an einer Ausfahrt aufzusuchen. Meisten sind ja die Ortstankstellen sowieso am Anfang (Ende) eines Ortes angelegt, so dass der Einwand, man müsse zu lange wegen seines Sprits herumfahren, nicht stimmt.

Erstens sind die Autobahntankstellen in der Regel entschieden teurer, als die im Ort gelegenen und zweitens sind sie zum Teil so überfüllt, dass die kleine Ausfahrt nicht nur keinen Verlust an Zeit bringt, sondern im Gegenteil sogar noch zeitsparend sein kann.

Darüber hinaus wird in Stoß- und Urlaubszeiten auf der Autobahntankstelle der Pflege- Service entweder gar nicht oder nur im ,Husch- Husch- Verfahren“ durchgeführt.  Lässt es sich nicht vermeiden, dass Sie an der Autobahn tanken, so sollten Sie wenigstens wissen, welche Tankstellen da noch relativ preiswert (gegenüber anderen) sind.

Eine Liste über die letzten Erhebungen der Autobahn- Tankstellen- Preise können Sie von Ihrer zuständigen Geschäftsstelle des ADAC oder auch bei anderen Automobilclubs bekommen. Die Adresse steht in der Regel im Telefon- Branchenbuch oder kann bei der Auskunft erfragt werden.

Beim Autofahren sollten Sie versuchen, folgende Regeln zu beachten:

– Motor morgens nicht im Stand warmlaufen lassen. Hierdurch sammelt sich Kondenswasser im Ölsumpf und zersetzt das Öl. Es führt zudem zu einem Benzin- Mehrverbrauch von ca. 2 Litern pro Monat. Am sparsamsten fährt man, wenn man nach dem Starten sofort losfährt und die ersten Kilometer nur verhalten Gas gibt.

– Erheblich Benzin wird gespart, wenn man die einzelnen Gänge nicht zu lang ausfährt, sondern frühzeitig hochschaltet. Dadurch sinkt die Drehzahl und mit ihr der Benzinverbrauch. Auch im Stadtverkehr sollte man nicht den 4. Gang vergessen.

– Im 1. Gang nur kurz anfahren. Auf Rennstarts an Ampeln verzichten. Die gleiche Geschwindigkeit kann im 2. Gang 45% mehr Benzin kosten als im 3. Gang. Ist man nicht zum schnellen Beschleunigen gezwungen, so ist es wesentlich sparsamer, im länger übersetzten Gang zu beschleunigen.

– Bei Ampeln mit längeren Wartezeiten (Die man im Stadtverkehr schnell kennenlernt) und bei Stillstand innerhalb von Kolonnenfahrten schalte man den Motor aus. Man verpestet weniger die Umwelt und spart überdies Benzin. Techniker vom Kantonalen Technikum Biel (Schweiz) stellten in einer umfangreichen Untersuchung fest, ab wann es sich lohnt, den Motor abzuschalten: bei Wagen, die sich ohne Gas mühelos starten lassen bereits ab ca. 10 Sekunden Standzeit, bei Wagen, die mit dem Gaspedal gestartet werden müssen, erst ab ca. 30 Sekunden Standzeit.Bei einem Prüfstandversuch kam der ADAC zu ähnlichen Ergebnissen. Drei Minuten Leerlauf kosten so viel Benzin wie ein Kilometer freie Fahrt.

Und das sind die vom ADAC ermittelten Wartezeiten:

– an Bahnübergängen mit Vollschranken zwischen 3 und 5 Minuten
– an Bahnübergängen mit Halbschranken oder Blinklichtern rund 2
Minuten
– an Bahnübergängen mit S- Bahnbetrieb weniger als 2 Minuten
– bei 45% der Ampelstops betrug die Wartezeit zwischen 10 und 30
Sekunden
– bei 30% der Ampelstops war die Wartezeit länger als 30 Sekunden

– Kolonnenspringen vermeiden. Wenn eine Kolonne gleichmäßig mit 50 km/h fährt, so verbrauchen 10 Überholmanöver mit 80 km/h auf einer Strecke von ca. 10 Kilometern 10 bis 20% mehr Benzin.

– Rund 40% aller Vergaser und Einspritzer sind nicht optimal eingestellt. Ein verschmutzter oder verstellter Vergaser oder Einspritzer ist der reinste Benzinschlucker.

– Lassen Sie Zündanlage, Luftfilter, Abgase, usw. mit einer Diagnose überprüfen.

– Reifendruck ebenfalls regelmäßig kontrollieren (lassen). Zu niedriger Druck führt zu vergrößertem Rollwiderstand und damit zu erhöhtem Benzinverbrauch.

– Unnötiges Gewicht in Form von Sandsäcken, Werkzeugkisten, etc. aus dem Kofferraum entfernen. Die Faustregel lautet hier: 100 Kilo weniger Gewicht bringt einen Liter Benzin- ersparnis auf 100 Kilometer.

– Winterreifen nur bei winterlichen Verhältnissen benutzen. Mehrverbrauch gegenüber Diagonal- Sommerreifen 0,5 Liter, gegenüber Stahlgürtelreifen 1,0 Liter auf 100 km

– Öffentliche Verkehrsmittel benutzen, wo es sinnvoll ist

– Immer voll tanken. Diesen Rat sollte man aus zwei Gründen befolgen: Zum Einen verdunstet in einem nahezu leeren Tank das Benzin wesentlich schneller. Zum Anderen schlägt sich auf den Tank- Innenwänden Feuchtigkeit nieder, und Wasser – das bekanntlich nicht brennt – gelangt ins Benzin. Dadurch läuft der Motor nicht mehr rund und man riskiert, dass sich im Gemisch Blasen bilden, die in der kalten Jahreszeit Eisklümpchen bilden und dann Leitungen und Düsen verstopfen. Allerdings nie bis zum Rand volltanken. Das Benzin muss sich bei Wärme auch noch etwas ausdehnen können. Anderenfalls läuft der Sprit über, und das kostet dann Ihr Geld.

– Hohe Geschwindigkeiten vermeiden. Angenommen, ein Mittelklassewagen verbraucht bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 80 km/h und gleichmäßiger Fahrweise 7 Liter auf 100 km, so steigt der Verbrauch bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 100 km/h auf 8,3 Liter an, und bei einer Geschwindigkeit von 140 km/h wären es sogar 12,8 Liter. Hinzu kommt, dass die Zeitersparnis, durch eine schnelle Fahrweise oft nur einige Minuten ausmacht!

Halten Sie sich in puncto Benzin-Sparen stets dadurch auf dem Laufenden, dass Sie Fachzeitschriften beziehen. Diese Publikationen können Sie auch in jeder größeren Stadtbücherei kostenlos ausleihen.

In größeren Firmen gibt es oftmals eigene Tankstellen, die an Betriebsangehörige verbilligten Kraftstoff abgeben. Erkundigen Sie sich hei Ihrer Firmenleitung nach einer solchen Möglichkeit, oder regen Sie sie an.

Vielen Dank für Ihre Kommentare!