Sumatrabarben – Fische für’s Aquarium

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Sumatrabarben (Barbus tetrazona, Puntius tetrazona)

Diese doch eher kleinen Fische sind unter Aquarianer sehr beliebt und von den Barbenarten am häufigsten in Aquarien anzutreffen. Sie stammen aus Indonesien und Borneo.

Sumatrabarbe
Sumatrabarbe im Aquarium

Der rautenförmige, sehr hochrückige Körper ist an den Seiten abgeflacht. Die Körperlänge kann zwischen 4 bis 5 cm betragen. Männchen sind immer kleiner und auch schlanker als die Weibchen. Das Maul ist kurz und stumpf.

Die großen Rücken- und Bauchflossen stehen auffällig weit vom Körper ab. Dabei ist die Rückflosse im Gegensatz zu den Bauchflossen etwas weiter rückwärts positioniert.

Die orangeroten Flossen sind durchsichtig. Der Körper schimmert stark silbrig und der Rücken ist dunkelbraun bis olivfarben. Die Schuppen sind rötlich gesäumt. Über den Körper verlaufen vertikal vier schwarze Bänder. Von diesen leitet sich auch der Name ab. Tetra stammt aus dem griechischen und bedeutet „vier“.

Das erste Band überzieht dabei den Kopf auf der Höhe der Augen, das zweite verläuft zwischen Brust- und Bauchflossen über die Brust, das dritte setzt an der Rückenflosse an und zieht sich bis zur Afterflosse hin und das vierte durchquert die Region des Schwanzstiels.

Nahrung: Die Sumatrabarben zählen zu den Allesfressern. Allerdings gewöhnen sie sich auch leicht an Flockenfutter. Wichtig ist eine Abwechslung von Fertigprodukten mit Tubifer, tiefgekühlten Roten Mücken und mit Lebendfutter wie Larven von Krebschen. Weiterhin ist die Gabe von frischen und zartem Gemüse unerlässlich.

Verhalten: Die Sumatrabarben sind ausgesprochene Schwarmfische. Gegenüber ihren Artgenossen sind sie sehr friedlich. Allerdings anderen Arten können sie aggressiv gegenübertreten. Gern beißen sie diese dann in die Flossen. Ratsam ist es, diese Fische nicht mit langflossigen Arten gemeinsam zu halten wie Varietäten von Goldfischen und Skalaren.

Fortpflanzung: Zur Zucht sollten nur Männchen und Weibchen kommen werden, welche intensiv gefärbt sind. Das Kleid muss eine vollkommene Zeichnung aufweisen und die Fische sollten mindestens zwei Jahre alt sein. Zur Verpaarung muss das ausgewählte Pärchen in einem separaten Becken gehalten werden. Die Bedingungen müssen hier genauso sein wie Stammaquarium. Die Eiablage erfolgt nachts.

Wichtig ist, dass die Elterntiere am nächsten Morgen aus dem Becken entfernt werden. Es besteht sonst die Gefahr, dass sie ihre eigenen Eier auffressen. Schon nach einem Tag schlüpfen die Jungen. Sie können dann auch sofort mit Jungfischfutter, Artemia-Larven oder anderen Planktonorganismen gefüttert werden.

Wichtig ist die Aufrechterhaltung der chemophysikalischen Bedingungen des Wassers im Becken. Das Wasser darf nur teilweise und dann auch nur in kleinen Dosen erneuert werden. So sollen abrupte Veränderungen der Haltungsbedingungen vermieden werden.

Neben der Ausgangsart gibt es bei dieser Spezies auch gezüchtete Mutanten oder eine Varietät, welche heller ist und einen rosafarbenen Fleck hinter dem Auge aufweist sowie Albinos (Hongkongbarbe)

Haltung: Sumatrabarben lassen sich recht einfach im Aquarium halten. Sie benötigen ein verhältnismäßiges geräumiges Becken. Die Fische müssen sich darin ungehindert bewegen können. Die Pflanzen sollen widerstandsfähig sein und gut im Boden wurzeln. Es besteht sonst die Möglichkeit, dass die Fische sie aus dem Boden reißen. Gut geeignet sind Pflanzen mit schmalen Blättern.

Hier ist den Fischen dann genug Freiraum zum Schwimmen gewährleistet. Breitblättrige Pflanzen sind ungeeignet. Diese würden die Barben in kürzester Zeit aufgefressen haben. Der Bodengrund sollte aus einer verhältnismäßigen dicken Schicht aus feinem Sand bestehen.

Die Wassertemperatur muss zwischen 23 und 26 °C liegen, bei einem neutralen oder leicht sauren pH-Wert und geringer Härte 5 bis 10 °dGH. Ideal ist diffuses Licht, eine nicht zu intensive Beleuchtung.

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