Bahnreisen mit der Familie

Deutsche Bahn AG – Thank you

Fällt in einer Unterhaltung das Stichwort ‚Deutsche Bahn‘, kommen meistens keine besonders guten Assoziationen auf. Sitzt einem ein leidgeprüfter Pendler gegenüber, tut man gut daran dieses Thema weiträumig zu umfahren.

Bahnreisen mit Deutsche Bahn
Vorsicht an der Bahnsteigkante

Doch bei allem Verständnis für berechtige Kritik, werden viele Punkte einfach außer acht gelassen. Dabei geschieht das nicht in böser Absicht, der Kritiker weiß es oft nur nicht besser.

Und Hand aufs Herz, jeder schimpft gerne mal drauf los, ohne über das notwendige Hintergrundwissen zu verfügen.

Dabei macht es das Leben so viel einfacher, wenn man seinen Dienstleistern ein gewisses Grundvertrauen entgegen bringt. Und man darf den einzelnen Mitarbeitern ruhig unterstellen, dass sie ihren Job gut machen möchten.

Oft hilft schon eine positive Tagesstimmung, einen viel besseren Eindruck von der Welt zu bekommen. Auch von der Welt der Personen- und Güterbeförderung.

Die Deutsche Bahn als Meister der Logistik

Ganz neutral gesehen, vollbringt ein Unternehmen wie die Deutsche Bahn jeden Tag logistische Meisterleistungen.

Lässt man sich nur einmal auf der Zunge zergehen, dass jeden Tag fast 1.500 Lokomotiven und 90.000 Güterwagen optimal geplant und genutzt werden wollen. Dabei werden unter anderem 2,3 Millionen Fahrgäste befördert und das in rund 95% der Fälle pünktlich. Nur 1-2% der Züge verspäten sich tatsächlich mehr als eine Viertelstunde. Und ja, das ist natürlich jahreszeitlichen Schwankugen unterworfen und man kann natürlich auch lange diskutieren, ab wann eine Verspätung eine echte Verspätung ist. Aber im Schnitt ist diese Quote recht konstant.

Was außerdem alles im Hintergrund ablaufen muss, um dieses gewaltige Logistikungeheuer am Laufen zu halten ist ebenso faszinierend. Da wäre zum Einen die Planung neuer Schienennetze. Ein sehr komplexes Verfahren steckt dahinter, bei dem zuerst der Bedarf festgelegt werden muss. Anschließend durchläuft das gewünschte Projekt ein mehr oder weniger langwieriges Genehmigungsverfahren, denn nicht jeder freut sich über neue Schienenstränge.

Bedacht werden muss viel bei Trassenführung, von den Auswirkungen auf die unmittelbaren Anwohner bis hin zu Umweltgesichtspunkten. Wird die Strecke dann letztendlich gebaut, geht die Arbeit erst richtig los. Vom Zeitplan des Baus bis zum fertigen Fahrplan muss von allen Beteiligten viel geleistet werden. Beim direkten Bau ist ebenso Verantwortungsbewusstsein gefragt, wie bei der späteren Disposition. Alle Rädchen müssen perfekt ineinander greifen, damit das Projekt gelingen kann.

Nun ist ein Schienennetz ebenfalls dem Verschleiß unterworfen und so ist auch eine regelmäßige und gewissenhafte Wartung der Gleise nötig. Es gilt die Funktionsfähigkeit genauestens zu überprüfen, da die täglichen Belastungen erheblich sind. Schon kleine Materialermüdungen könnten schlimme Folgen haben.

Daher sind die Gleisarbeiter und diverse Spezialisten ständig darauf bedacht, eventuell defekte Teilstrecken möglichst schnell zu ersetzen. Das passiert zumeist nachts oder am Wochenende, wenn eine Sperrung der Strecke allenfalls geringe Auswirkungen auf den Zugverkehr hat. Soweit machbar wird auch hier auf Automation gesetzt. Der Sicherheit und Praktikabilität zuliebe, legen die Arbeiter aber in den meisten Arbeitsschritten selbst Hand mit an.

Dies ist nur ein kleiner Teil der Aufgaben, die im großen Konzern Deutsche Bahn täglich anfallen, aber sie geben einen Eindruck der Komplexität und Vielfältigkeit der Organisation, die so viele von uns jeden Tag sicher von A nach B bringt.

Und wenn wir ehrlich sind, ist die gemütliche und sichere Art der Fortbewegung im Zug letztendlich schon ein guter Grund diesen anderen Verkehrsmitteln vorzuziehen.

Und endlich hat man Zeit sich ganz seinem guten Buch oder der tollen neuen Musik zu widmen.

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