Bärlauch – Wildkräuter

Bärlauch – Allium ursinum

Synonyme: Waldknoblauch, Hexenzwiebel, Zigeunerlauch

Allgemeines: Bärlauch erscheint sehr zeitig im Frühjahr. Er gehört zu den ersten Wildkräutern im Jahr. Diese kleine krautige Pflanze ist mehrjährig und gehört zur Familie der Liliengewächse (Liliaceae).

Bärlauch - Allium ursinum
Bärlauch – Allium ursinum

Der Bärlauch hat eine längliche Zwiebel. Diese ist von einer bräunlich grauen Haut umgeben. Die dunkelgrünen Blätter haben eine ovale bis elliptische Form und befinden sich in einem geflügeltem Blattstiel. Sie können 10 bis 20 cm lang werden.

Die dreieckigen Blütenstängel sind aufrecht wachsend. Sie können 20 bis 40 cm hoch werden. Die kleinen weißen Blüten erscheinen in den Monaten Mai bis Juni. Sie bilden einen großen schirmständigen Blütenstand.

Wirkstoffe: Neben ätherischen Ölen sind im Bärlauch auch organische Salze, Zucker, Pflanzenschleim und Vinylsulfid enthalten.

Verbreitung/Standort: Bärlauch ist weit verbreitet. Bevorzugt wächst er auf schattigen und feuchten Plätzen. Das Kraut ist in ganz Europa häufig anzutreffen. Hauptsächlich findet man die krautige Pflanze in verhältnismäßig großen Populationen in feuchten Laubwäldern.

Daneben wird Bärlauch auch schon seit Jahren kultiviert. Sehr leicht kann man ihn selbst im Garten anbauen. Er ist sehr pflegeleicht und verwildert auch recht schnell. Man muss ihn lediglich bei länger anhaltenden Trockenperioden gießen.

Nach erfolgter Blüte zieht der Bärlauch die oberirdischen Teile ein und es beginnt eine Ruhepause bis zum nächsten Frühjahr.

Ernte: Im Frühjahr werden die Blätter geerntet. Diese sollten nach Möglichkeit dann auch frisch Verwendung finden. Allerdings können frisch geerntete Blätter auch zerkleinert eingefroren werden.

Im Sommer erfolgt dann die Ernte der Zwiebel.

Gesundheit: Das Kraut ist für seine reinigende, anregende, antiseptische und blutdrucksenkende Wirkung bekannt.

Bärlauch soll eine Linderung bei Arterienverkalkungen und einem hohen Blutdruck schaffen und den ganzen Körper reinigen.

Küche: In der Küche finden hauptsächlich die frischen Blätter Verwendung. Sie sind sehr beliebt als Zugaben an Salate, Suppen, gekochte Kartoffeln und Weichkäse. Sie können auch Frischgerichten eine aromatische Noten geben. Daneben finden auch die Blüten Verwendung.

Achtung: Bei Bärlauch besteht akute Verwechslungsgefahr mit den giftigen Maiglöckchen!

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