Baby Einrichtung – Kinderzimmer funktionell und sicher

Das Babyzimmer – einzigartig, funktionell und sicher soll es sein

Das sehnliche Warten auf die Ankunft eines neuen Erdenbürgers ist eine ganz besondere Zeit. Gerade in der Einrichtungsphase des Babyzimmers spiegelt sich die gesamte Bandbreite der „neuen“ Gefühle wieder.

Baby-Zimmer
Das Babyzimmer optimal einrichten

Vom Geborgenheitsaspekt bis zur Funktionalität der Einrichtungsgegenstände, nicht selten begleitet von Ängsten bezüglich Unfallgefahr und Schadstoffbelastung für den kleinen Liebling.

Gute Vorarbeit und Planung

Das Babyzimmer wird der erste eigene Raum des kleinen Neuankömmlings sein. Die Eindrücke von Einrichtungsgegenständen, Farbauswahl und Licht geben seinem Leben eine erste Struktur, in welcher er geborgen ist, lernen und sich wohlfühlen darf. Hier gilt es für die werdenden Eltern, vorzuarbeiten.

Denn ist das Baby erst einmal da, dient ein unfertiges Babyzimmer nicht selten eher zum Abstellen der Spielzeug- und Kleiderkartons, als zum Kuscheln, Knuddeln, Krabbel- sowie Bewegungsspiele und Einschlafrituale in warmer Umgebung.

Kombi oder Patchwork?

Zunächst vorweg: Eine baby- und kindgerechte Einrichtung muss nicht teuer sein. Auch gebrauchte, nett aufgearbeitete Möbelstücke können einen ganz eigenen Charme versprühen und mit hübscher Dekoration lässt sich viel machen. Je nach Geschmack entscheiden sich viele Eltern jedoch für optisch ansprechende Einzelstücke oder stilistisch und funktional aufeinander abgestimmte komplette Babyzimmer vom Fachhändler. Preismäßig muss der Einkauf im Set nicht von Nachteil sein. Nicht selten lässt sich mit derartigen Programmen gegenüber dem Einzelkauf Budget sparen. Vorteilhaft ist diese Variante auch beim Erwarten von Zwillingen, da beide Kinder – sofern gewünscht – einrichtungsmäßig eine Einheit werden.

Checkliste Grundausstattung:

  • Gitterbettchen
  • Wickelkommode mit Auflage
  • Kleiderkommode oder Kleiderschrank
  • Wandregal
  • Bequemer Stuhl oder Sessel (besonders nachts von Vorteil)
  • Windeleimer
  • Sortierkörbe und Ablagefächer

Sicherheit kommt zuerst

Babys und Kinder wachsen schnell heran und wollen gerade in den ersten Jahren alles Unbekannte entdecken. Die Planung und Einrichtung des Babyzimmers ist daher von enormer Bedeutung. Laut der Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder e.V.“ geschehen die häufigsten Kinderunfälle im häuslichen Umfeld. Die meisten Kinder sind unter fünf Jahre. Sie fallen beispielsweise vom Wickeltisch, kippen mit Möbelstücken um oder verschlucken Kleinteile. Eine Statistik von 2007 verzeichnete 57 % Stürze, 21 % Stoßverletzungen und 8 % Verbrennungsunfälle. Unfälle sind laut Bundesministerium für Gesundheit die häufigste Todesursache für Kinder unter einem Jahr, von welchen rund ein Viertel zu Hause passieren.

Checkliste Sicherheit:

  • Ecken- und Kantenschutz
  • Wandmontage der Regale und Schränke
  • Fallschutz an Wickelkommode (Kind dennoch nicht außer Acht lassen)
  • Glühbirnen und Lichterketten außer Reichweite des Kindes anbringen
  • Steckdosensicherungen
  • Klemmschutz für Zimmer- und Schranktüren anbringen
  • evtl. Kippschutz für Fenster
  • Heizungen nicht zu heiß einstellen

Vielseitige Beleuchtungsvarianten

Die Auswahl des Lichtes spielt gerade im Babyzimmer eine große Rolle. Während für das Spielen in der Tages- und Wachphase helle Deckenbeleuchtung gebraucht wird, so haben sich am Abend oder beim nächtlichen Wickeln und Stillen sanfte, dimmbare Lampen bewährt. Zum Einschlafen gibt es selbstausschaltende Lampen mit Projektionslicht und harmonischer Musik. Dekoration und Stofftücher sind schön, sollten aufgrund der Brandgefahr aber keinesfalls an Lampen angebracht oder darüber gelegt werden.

Wandgestaltung

Babys brauchen etwas zu gucken, damit sie sich beschäftigen und lernen können. Hier bieten sich Mobile über dem Bettchen, Wandbilder mit großen übersichtlichen Motiven oder fluoreszierenden Elementen an. Um das Babyzimmer farblich nicht zu überladen, können zu hellen Wandfarben kontrastreiche Farbakzente sparsam gesetzt werden, z.B. um einen Bereich besonders zu betonen. Unaufdringlich wäre es hierbei, nur eine Wand mit Tapetenbahnen oder Wandaufklebern in Spielhöhe auszustatten.

Viele Eltern machen sich Sorgen um die Inhaltsstoffe der Wandfarben und deren Ausdünstungen. Damit Farben und Lacke streichbar werden enthalten sie entweder chemische Zusätze bzw. die natürliche Varianten Rizinus- oder Leinöl. Laut Stiftung Warentest enthalten wasserlösliche Wandfarben in der Regel kaum noch Konservierungsstoffe oder Lösungsmittel. Empfohlen werden hier Produkte mit dem Umweltsiegel „Der Blaue Engel“. Dennoch können Farben (natürliche wie chemische) gerade auf Allergiker reizend wirken. Für Kinderzimmer eignen sich besonders strapazierfähige Farben der Dispersionsklasse 1 oder 2, da diese einen geringen Nassabrieb haben und Wände somit auch leichter zu reinigen sind. Für alle Renovierungsarbeit gilt es, im Anschluss gut zu lüften.

Der richtige Bodenbelag

Über Teppich oder Holzböden in Kinderzimmern scheiden sich die Geister. Während die einen als allergieauslösend verrufen sind, enthalten andere Schadstoffe.

Hier sind die übersichtlichen Ergebnisse zu Bodenbelägen des Bundesverbandes „Die Verbraucher Initiative e.V.“:

  • Holz: behaglich, pflegeleicht, laut – Fertigparkett kann Formaldehyd enthalten (auf FSC-Siegel achten)
  • Linoleum: strapazierfähig, aus nachwachsenden Rohstoffen, geruchsintensiv nach dem Verlegen, keinerlei Weichmacher
  • Kork: schalldämpfend und fußwarm – Ausdünstung von Formaldehyd und Phenol möglich (auf „Kork-Logo“ achten)
  • Laminat: Laut, rutschig, wasserempfindlich, enthält vereinzelt Formaldehyd
  • PVC: gesundheitsschädliche Weichmacher – im Kinderzimmer darauf verzichten
  • Teppich: Praktisch für die Krabbelzeit, warm, dämmend – auf Gütesiegel der Europäischen Gemeinschaft „ETG“ oder „GuT-Signet“ bzw. „Greenline“ achten, um Schadstoffbelastung zu vermeiden

Sollte jetzt die Verwirrung über den richtigen Bodenbelag groß sein, so gilt eine Faustregel: Am besten eine gut zu reinigenden Boden (wie z.B. Holz) mit einem warmen Spielteppich oder einer Decke kombinieren. Teppiche mit kurzem dichten Flor eigen sich besonders, sollten aber regelmäßig mit dem rotierenden Bürstenvorsatz des Staubsauger gereinigt werden.

Beim Einrichten des Babyzimmers haben die meisten Eltern von Natur aus die besten Instinkte. Was stark riecht, kann nicht gesund sein! Daher immer gut lüften und Babys bzw. Kinder nie in frisch renovierten Zimmern schlafen lassen.

Viel Spaß beim Einrichten und viel Freude mit ihrem kleinen Liebling.

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