Babykrankheiten erkennen und behandeln

Babykrankheiten früh erkennen

Die tägliche Babypflege hat das Ziel, dass sich das Baby gesund entwickeln soll und Babykrankheiten zu verhindern oder frühzeitig zu erkennen.

Symptome der Babykrankheiten erkennen
Babykrankheiten frühzeitig erkennen

Daher ist es wichtig das Kind genau zu beobachten und jede Auffälligkeit auch ernst zu nehmen. Beim täglichen Umgang mit dem Baby gibt es verschiedene Dinge, worauf geachtet werden sollte.

Allerdings ersetzt solch ein praktischer Gesundheitscheck nicht die routinemäßigen Arztbesuche für ein frühzeitiges erkennen der Symtome der klassischen Babykrankheiten.

Die Haut ist das größte Organ bei Babys. Viele Babykrankheiten äußern sich zuerst durch Veränderung der Haut. Sie ist sehr dünn. Es fehlt ihr noch die schützende Hornschicht, daher ist die Haut auch für Reizungen äußerst anfällig.

Beim Baby kann man verschiedene Hautveränderungen beobachten. Manche sind eher harmlos und verschwinden allein nach einigen Tagen. Besonders sollte man bei der Haut auf folgendes achten:

° Hautschuppung: Sehr häufig kommt es zu ausgedehnten Schuppungen der obersten Hautschicht. Diese ist aber ungefährlich und klingt nach einigen Tag ab.

° Fleckige Hautfalten: Rote bis violette oder weiße Hautflecken sind bei Neugeborenen ein Anzeichen, dass sich der Kreislauf noch nicht stabilisiert hat. Es kann auch die Hautfarbe ganzer Körperpartien recht unterschiedlich sein. Flecken und Verfärbungen verschwinden hier schon bald.

° Neugeborenen- Ausschlag: Am ersten bis zum dritten Tag bilden sich auf der Haut rote Flecken mit winzigen weißen Knötchen bis hin zu gelblichen Pickeln. Damit kann der ganze Körper befallen sein, außer die Handflächen und die Fußsohlen. Der Ausschlag verschwindet ohne Behandlung bis zum 14. Lebenstag. Das Baby hat während dieser Zeit keinerlei Beschwerden.

° Neugeborenen- Akne: Diese Babykrankheit kommt verhältnismäßig häufig vor. Sie wird durch von der Mutter übertragene Hormone verursacht. Die kleinen Pickel dürfen auf keinen Fall ausgedrückt werden. Schließlich sollte die Babyhaut bis zum dritten Monat aber völlig glatt sein. Sollte es nicht der Fall sein, dann ist dringend ein Arztbesuch erforderlich.

° Milien: Es handelt sich hierbei um kleine Neugeborenen-Mitesser. Die weißen Pünktchen sind stecknadelkopfgroß. Sie werden auf der Nase durch das Sekret der Talgdrüsen verursacht, welches nicht abfließen kann. An den Knötchen darf nichts gemacht werden. Im Laufe der ersten Lebenswoche gehen sie von alleine weg.

° Storchenbiss: Darunter sind hellrote Hautverfärbungen zu verstehen. Sie treten recht häufig im Nacken und an der Stirn auf. Hierbei handelt es sich um harmlose Erweiterungen der feinen Blutgefäße. Bis zum Ende des ersten Lebensjahres verblassen sie meist und machen auch keine Beschwerden.

° Milchschorf: Milchschorf ist eine häufige, aber völlig ungefährliche Hauterscheinung, keine wirkliche Babykrankheit. Sie tritt in der sechsten bis achten Woche auf der Kopfhaut auf. Es bilden sich hier durch die Überfunktion der Talgdrüsen eine schuppige, ziemlich festsitzende Kruste. Sie sollte mit Öl eingerieben werden, dann lässt sie sich am nächsten Tag leicht abwaschen. In der Regel verschwindet Milchschorf schnell wieder.

° Mongolenflecken: Die Bezeichnung steht für die blauen Geburtsflecken, welche bei manchen Kindern am Rücken oder Po auftreten. Es handelt sich dabei um harmlose Pigmentanhäufungen. Mit der Zeit verblassen diese.

° Gelbe Haut: Gelbe Haut wird auch als sogenannte „Gelbsucht“ bei Neugeborenen bezeichnet. Sie äußert sich in einer mehr oder weniger stark ausgeprägten Gelbfärbung der Haut und der Hornhaut des Augen. Es handelt sich nicht um eine richtige Krankheit. Im Körper des Babys wird ein Teil seiner roten Blutkörperchen, welche es nach der Geburt nicht mehr benötigt, abgebaut. Es entsteht während diesem Prozess der Gallenfarbstoff Bilirubin. Er wird durch die Leber in die Gallenwege transportiert und dann wieder über den Darm ausgeschieden. Da die Leber der Neugeborenen noch unreif ist und den gesamten Gallenfarbstoff nicht verarbeiten kann, kommt es zu einem Anstieg im Blut. Es lagert sich dabei die Substanz im Unterhautfettgewebe ab. Innerhalb weniger Tage baut die Leber dann den Bilirubin- Stau ab. Die Hautfarbe normalisiert sich dann wieder.

Während dieser Farbe zeigt das Kind meist eine auffällige Trinkfaulheit und Müdigkeit. Das Blut des Kindes kann vom Arzt untersucht werden, dadurch ist eine Behandlung zu hoher Bilirubinwerte durch eine Fototherapie möglich. Hierzu kommt das Kind unter eine spezielle blaue Lampe. Das Licht macht die abgelagerten Stoffe in der Haut wasserlöslich. Sie können dann mit dem Stuhl oder Urin ausgeschieden werden.

Daneben gibt es aber auch Hautveränderungen, welche behandelt werden müssen oder aber die Symptome einer allgemeinen Krankheit darstellen.

° Windeldermatitis: Der Windelbereich ist besonders oft von Reizungen und Wundsein betroffen. Durch eine intensive Pflege und häufiges Windelwechseln erfolgt schnelle Besserung. Der Arzt kann auch Wund- und Heilsalben und medizinische Badezusätze verschreiben.

° Blutschwämmchen: Es handelt sich hier um blaurot mit Blut gefüllte Knötchen. Sie sind gutartig und verschwinden in der Regel meist auch ohne Behandlung. Meist treten sich allerdings an Stellen auf, wo sie auch stören beispielsweise an den Lippen, der Nase oder Augenlider. Der Arzt kann sie hier durch Lasertherapie entfernen.

° Ausschlag: Hier treten rötliche Flecke auf der Haut vereinzelt oder auch am ganzen Körper auf. Ursachen sind meist bekannte Kinderkrankheiten wie Masern, Röteln und Scharlach. Gleichzeitig treten dann aber auch weitere Symptome der Krankheiten wie Fieber, geschwollene Lymphknoten usw. auf. Allerdings kann der Hautausschlag auch durch eine Hautkrankheit, Hautinfektion oder Allergie verursacht werden. Es ist ratsam den Kinderarzt aufzusuchen.

° Pilzinfektion (Soor): Pilzinfektionen zeigen sich meist gleichzeitig im Mund und im Windelbereich. Die Haut im Windelbereich ist stark gerötet pickelig bzw. schuppig. In der Regel geht eine Infektion der Mundschleimhaut voraus. Von hier geraten die Pilze in den Darm und infizieren durch den Stuhl die Haut im Windelbereich. Die Behandlung der Pilzinfektion erfolgt durch den Arzt mit einer speziellen Salbe am Po und einer Tinktur im Mund. Bereits nach einigen Tagen sind dann die Symptome verschwunden.

Wichtig ist auch die Beobachtung der Pupillen des Kindes, ob sie gleichzeitig auf plötzliche Lichtveränderungen reagieren. Sollte dies nicht der Fall sein, dann muss ein Augenarzt aufgesucht werden. Gleiches gilt auch, wenn die Iris auffällig unterschiedlich gefärbt ist und außerdem das Baby vor Licht zurückscheut und stark blinzelt sowie schielt. Sollte das Kind im zweiten Lebensjahr nicht nach kleinen Dingen in seiner Umgebung greifen, ist auch hier ein Besuch beim Augenarzt unbedingt notwendig.

Neben der Prüfung der Augenfunktion sind auch regelmäßige Funktionsteste der Ohren notwendig. Hörfehler werden häufig bei Vorsorgeuntersuchungen nicht früh genug erkannt.

Hörtests sind besonders wichtig bei Babys von Müttern, welche während der Schwangerschaft Röteln hatten oder an fiebrigen Infekten erkrankt waren.

Bei einem Hörtest sollte das Kind häufig gerufen oder auch Geräusche erzeugt werden. Sollte das Kind dann nicht reagieren und den Kopf in die Richtung der Stimme oder des Geräusches drehen, ist es wichtig den Ohrenarzt aufzusuchen. Nur dann ist eine gesunde Entwicklung des Kindes möglich.

Im weiteren Lebenslauf sollten Eltern die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen für Ihre Kinder einhalten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.