Autofahren im Winter

Autofahren im Winter: Tipps für mehr Sicherheit

In den Herbst- und Wintermonaten können Autofahrer auf den Straßen etliche Überraschungen erleben. Aquaplaning, Nebel, Sturm, Blitzeis und Schneefall sind einige davon.

Autos im Winter
Wie bringe ich mein Auto sicher durch den Winter

Das Wetter können wir zwar nicht beeinflussen, wohl aber einige Dinge beachten, damit wir sicher mit dem Auto unser Ziel erreichen.

1. Auto-Instandhaltung und -Pflege

Fensterscheiben reinigen

Wer bei kalten Temperaturen eine gute Sicht haben möchte, sollte die Autoscheiben von innen und außen gründlich reinigen. Saubere Scheiben beschlagen weniger schnell als verschmutzte. Darüber hinaus kann ein Schmierfilm im Inneren (zum Beispiel durch häufiges Rauchen) die Sicht bei Dunkelheit stark beeinträchtigen.

Lack und Türdichtungen behandeln

Gerade im Winter ist eine komplette Autowäsche mit anschließender Lackpflege empfehlenswert. Dem versiegelten Lack machen Schmutz und Salz weniger aus. Kleinere Lackschäden sollten ebenfalls vor dem Winter behoben werden. Damit auch die Türdichtungen an der Heckklappe und den Türen im Winter nicht beschädigt werden oder anfrieren, können sie mit Hilfe spezieller Pflegestifte behandelt werden.

Autolicht kontrollieren

Wenn es draußen dunkel und neblig ist, bietet die Beleuchtung am Auto mehr Sicherheit. Allerdings nur dann, wenn diese optimal funktioniert und eingestellt ist. Zu kontrollieren sind:

  • das Abblendlicht

  • das Tagfahrlicht

  • das Fernlicht

  • die Bremsleuchten

  • die Nebelleuchten

  • die Blinker

Die Scheinwerfer sollten weder zu hoch, noch zu niedrig eingestellt sein. Wer die Überprüfung der Beleuchtung nicht selbst übernehmen möchte, kann diese von verschiedenen Prüfdiensten (Werkstatt, ADAC) durchführen lassen.

Batterie-Pflege

Die Akkus leiden unter den tiefen Temperaturen, ihre Leistung nimmt ab. Gerade im Winter wird jedoch für Gebläse, Sitzheizung, beheizbare Heckscheibe und Licht viel Energie gebraucht. Energie, die die Lichtmaschine nicht immer in ausreichendem Maße nachladen kann. Hier ist es ratsam, große Verbraucher wie die Heckscheibenheizung nur für kurze Zeit anzuschalten.

Kommt es dennoch dazu, dass die Batterie schwächelt, sollte ihr über ein Ladegerät wieder Energie zugeführt werden. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte im Auto geeignete Starthilfekabel mitführen. Bleibt das Auto liegen, kann die Autobatterie mit Hilfe der Batterie eines anderen Fahrzeugs aufgeladen werden. Eine Anleitung finden Sie zum Beispiel hier.

Reifen-Check

Gute Winterreifen sind in der kalten Jahreszeit für ein sicheres Fahren das A und O. Die Haftung der Sommerreifen auf der Straße lässt schon bei einstelligen Plus-Graden nach. Winterreifen verfügen anders als Sommerreifen über eine weiche Gummimischung und darüber hinaus über ein Lamellenprofil, das auf Eis und Schnee gut greift. Durch den damit verbundenen kürzeren Bremsweg können Unfälle vermieden werden.

Kühlerfrostschutz und Scheibenfrostschutz

Der Kühlerfrostschutz sollte regelmäßig überprüft werden und bis mindestens minus 25 Grad wirken. In der Regel wird der Kühlerfrostschutz in der Werkstatt überprüft. Kundige Autofahrer können dies aber auch selbst erledigen.

Neben dem Kühlerfrostschutz muss auch die Scheibenwischer-Flüssigkeit regelmäßig aufgefüllt werden. Dies kann jeder Autofahrer selbst tun. In der warmen Jahreszeit genügt eine Flüssigkeit (Wasser+Konzentrat oder fertiges Gemisch) ohne Frostschutz. Im Winter sollte auf ein Scheibenwasser mit Frostschutz zurückgegriffen werden.


Dinge, die in der kalten Jahreszeit zusätzlich ins Auto gehören:
Türschlossenteiser (Jackentasche), Scheibenenteiser, Besen,
Eiskratzer, Decke, Abdeckfolie


2. Richtiges Verhalten

Bei Nebel

In den letzten Monaten eines Jahres müssen sich Autofahrer nicht selten durch dichte Nebenschwaden kämpfen. Damit das eigene Fahrzeug von anderen jetzt besser gesehen wird, ist es sinnvoll, die Nebelschlussleuchte einzuschalten. Diese darf jedoch erst zum Einsatz kommen, wenn die Sichtweite unter 50 Metern liegt. Gleichermaßen ist dann eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h einzuhalten. Anders verhält es sich bei den Nebelscheinwerfern. Diese dürfen bereits bei starkem Regen angestellt werden.

Bei Nässe

Je nach Straßenbelag und Witterungsbedingungen kann sich der Bremsweg des Fahrzeugs verändern. Ursachen können Schmutz und Laub sein, vor allem aber (gefrierende) Nässe. Hier gilt: Geschwindigkeit an die aktuellen Straßenverhältnisse anpassen!

Bei Dämmerung/Dunkelheit

Es gibt keine gesetzliche Regelung, wann Autofahrer mit Tagfahrlicht fahren müssen oder dürfen. Allerdings müssen Fahrer nach §17 der Straßenverkehrsordnung das Abblendlicht einschalten, wenn die Sicht es erforderlich macht, während der Dämmerung und bei Dunkelheit. In der kalten Jahreszeit genügt das Tagfahrlicht häufig nicht, da die Sicht auch tagsüber sehr schlecht ist und es früher dämmert. Außerdem bleibt das Auto hinten unbeleuchtet, weil sich die Tagfahrleuchten nur vorn am Fahrzeug befinden.


Achtung Frühfrost: In der kalten Jahreszeit müssen sich Autofahrer
auf schwierige Straßen- und Wetterverhältnisse einstellen.
Vor allem in Waldgebieten und auf Brücken muss mit glatten Straßen gerechnet werden.


Ein regelmäßiger Auto-Check, eine gute Winterausrüstung und eine vorausschauende Fahrweise bringen Sie in den Herbst- und Wintermonaten sicher ans Ziel.

Achten Sie auch besonders auf Fußgänger und Kinder. Passen Sie Ihre Fahrgeschwindigkeit den Gegebenheiten an und überholen Sie nur, wenn keine Gefahr für Sie und andere Verkehrsteilnehmer besteht.

Autofahren im Winter – die besten Tipps grafisch dargestellt mit Tipps zum richtigen Verhalten beim Autofahren im Winter im europäischen Ausland.

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