Angst vor dem Zahnarzt

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Die Angst vor dem Zahnarzt überwinden

Viele Menschen sind aufgeregt, bevor sie den Zahnarzt aufsuchen. Bei einer übersteigerten Angst spricht man von der Zahnarztphobie (Dentophobie). Wie Kinder auf die für sie neue Situation beim Zahnarzt reagieren, hängt zu einem großen Teil vom Verhalten der Eltern ab. Nachfolgender Artikel erklärt, wie man die Kleinen am besten auf den Zahnarzttermin vorbereitet.

Angst vor dem Zahnarzt
Wie nehme ich meinem Kind die Angst vor dem Zahnarzt?

Vorbild sein

Eltern besitzen eine Vorbildwirkung für Kinder. Gehen sie den Zahnarzttermin gelassen an, wird auch das Kind die Situation nicht überbewerten. Aussagen wie: „Noch 3 Tage, dann müssen wir zum Zahnarzt“ oder „Wer weiß, was der Zahnarzt zu deinen Zähnen sagt?“ verunsichern das Kind hingegen. Man sollte besser auf sie verzichten.

Wichtig ist es, dem Kind bereits einige Tage vor dem Termin zu erklären, dass man mit ihm gemeinsam zum Zahnarzt geht. Das Kind wird wissen wollen, warum das so ist und was der Zahnarzt bei der Untersuchung macht. Diese Fragen sollte man sachlich und kindgerecht beantworten. Horrorgeschichten haben in den Erläuterungen ebenso wenig Platz wie verniedlichende Ausschmückungen.

Sofern das Kind ein Loch im Zahn hat, wird der Zahnarzt es verschließen müssen. Vor dem Füllen des Zahnschadens muss eventuell der Bohrer zum Einsatz kommen. Es wäre falsch zu behaupten, man merke diesen nicht. Dann stünden die Eltern später als Lügner dar. Doch dass das Kind beim Bohren übermäßig leiden muss, stimmt natürlich auch nicht. Der erfahrene Zahnarzt kennt Mittel, um Schmerzen bei der Behandlung auszuschalten. Je gelassener Eltern mit dem bevorstehenden Termin umgehen, desto selbstverständlicher erscheint er dem Kind.

Einen auf Kinder spezialisierten Zahnarzt aufsuchen

Die Persönlichkeit des Zahnarztes hat einen entscheidenden Einfluss darauf, wie sich das Kind bei der Untersuchung verhält. Bestenfalls wendet man sich mit dem Kind an einen Kinder-Zahnarzt. Er hat Erfahrung im Umgang mit den Kleinen und kennt ihre Ängste. Kinder-Zahnärzte besitzen im Allgemeinen eine besonders kinderfreundliche Ausstattung. Die Räume sind freundlich gestaltet, die Bekleidung der Mitarbeiter ist so beschaffen, dass sie kaum auf medizinische Berufe hindeutet.

In fast allen zahnmedizinischen Praxen, die auf Kinder spezialisiert sind, gibt es eine Prophylaxe-Sprechstunde. Hier lernen die Kleinen das richtige Zähneputzen und werden darüber aufgeklärt, wie sie durch eine ausgewogene Ernährung zur Gesunderhaltung ihrer Zähne beitragen können. Ein solcher Prophylaxe-Termin kann der erste Untersuchungstermin des Kindes beim Zahnarzt sein. In so einer Behandlung hat es keinerlei Schmerzen zu befürchten.

Vor dem Zahnarztbesuch gründliches Zähneputzen nicht vergessen

Vor dem Zahnarztbesuch achten die Eltern darauf, dass das Kind seine Zähne besonders gründlich putzt. Gegebenenfalls helfen sie ihm dabei. Nichts ist dem Kind peinlicher, als von einer für ihn noch fremden Person auf seine Unzulänglichkeiten in der Hygiene hingewiesen zu werden.

Den Zahnarzt als Vertrauensperson betrachten

Zeigt das Kind bei anderen Arztbesuchen besondere Ängste, sollte dies dem Zahnarzt in Abwesenheit des Kindes bereits bei der Terminvereinbarung mitgeteilt werden. Der Zahnarzt kann dann besonders viel Zeit einplanen, um dem Kind den Ablauf der Untersuchung zu erklären und ihm seine Ängste zu nehmen. Durch moderne Methoden können zahlreiche Behandlungen vom Zahnarzt schmerzfrei durchgeführt werden.

Den Termin selbst sollte das Kind nicht allein bewältigen müssen. Es ist wichtig, ein Elternteil auch während der Behandlung in seiner Nähe zu wissen. Ein offener und lockerer Umgang mit dem Praxispersonal fördert das Miteinander und sorgt für eine angenehme Atmosphäre.

Wahrscheinlich hat das Kind unzählige Fragen an den Zahnarzt, bevor die Untersuchung beginnt. Diese sollte es in Ruhe stellen dürfen. Der auf die Behandlung von Kindern spezialisierte Zahnarzt beantwortet sie gern. Es wäre falsch, das Kind zeitlich unter Druck zu setzen.

Belohnung ist erlaubt

Ist der Zahnarzttermin absolviert, hat sich das Kind eine Belohnung verdient. Süßigkeiten sollten es nicht sein, sonst wären die Erläuterungen in der Prophylaxe-Sprechstunde umsonst gewesen. Vielleicht darf sich das Kind ein neues Malheft aussuchen oder es bietet sich gar die Gelegenheit für den Kinobesuch.

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