Altersbeschränkungen Kinderbücher

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Altersbeschränkungen bei Büchern, sinnvoll oder Unsinn?

Wir kennen es von Filmen: Altersbeschränkungen, die von der FSK angegeben werden. FSK steht für „Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft“ und ist eine Einrichtung, die von der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft getragen wird.

FSK für Bücher?
Altersbeschränkungen bei Kinderbüchern

Ganz klar gesagt werden muss: Altersbeschränkungen der FSK sind keine Pflicht, sondern geschehen auf freiwilliger Basis, wie der Name schon sagt.

Für Bücher gibt es derartige Altersbeschränkungen bzw. Kontrollen nicht. Wieso eigentlich nicht?

Wenn Bücher wie „Die Tribute von Panem“ von Dreizehnjährigen gelesen werden, muss man sich eigentlich immer wieder wundern, dass Kinder dadurch nicht völlig verschreckt oder gar verstört werden. Meistens ist das aber nicht der Fall. Woher kommt das?

Psychologen erklären das Phänomen so, dass Kinder beim Lesen – im krassen Gegensatz zum Film – nur eigene Bilder im Kopf erschaffen, und zwar solche, die sie auch verarbeiten können. Die Fantasie unterliegt quasi dem Schutz des Unterbewusstseins. Ein dreizehnjähriges Kind wird das Buch mit einem ganz anderen Verständnis lesen als ein Erwachsener.

Trotzdem kann ein Roman ein Kind oder einen Jugendlichen lange beschäftigen. Hier muss auch ohne Altersbeschränkung unbedingt ein Gespräch angeboten werden.

 

Eltern sollten selbst Altersbeschränkungen setzen

Generell kennen Eltern ihre Kinder sehr gut und wissen auch, was diese verkraften können und was nicht. Altersbeschränkungen bei Büchern sind schwierig zu setzen, denn es gibt Zwölfjährige, die ohne Probleme Erwachsenenbücher lesen, vierzehnjährige Schüler, die mit „Drachenläufer“ keine Schwierigkeiten haben, weder sprachlich noch inhaltlich noch seelisch.

Dann wiederum gibt es solche, denen selbst Harry Potter mit zwölf noch zu kompliziert ist – das hängt natürlich auch vom Lesepensum des Einzelnen ab. Daher machen Altersbeschränkungen bei Büchern wenig Sinn.

Und die Altersangabe vom Verlag kann immer nur als grobe Richtlinie gesehen werden. Wer als Elternteil Zweifel hat: Einfach das gewünschte Buch vorher selbst mal anlesen und dann entscheiden, ob das eigene Kind den Stoff verkraftet.

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