Bärlauch – Gewürze Lexikon

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Bärlauch – Allium ursinum

Allgemeines: Der Bärlauch gehört zu den Lauchgewächsen. Er ist in ganz Europa verbreitet. Hier wächst der Bärlauch wild bevorzugt in feuchten Laubwäldern und kann dabei große Flächen bedecken.

Bärlauch
Wie sieht Bärlauch aus? Allium ursinum

Die krautige mehrjährige Pflanze ist auch unter den Bezeichnungen Zigeunerlauch, Waldknoblauch oder Hexenzwiebel bekannt.

Der Bärlauch hat eine längliche Zwiebel. Diese ist mit einer bräunlich grauen Haut überzogen. Die dreieckigen Blütenstiele können bis zu 50 cm hoch werden. Die grundständigen, oval elliptischen Blätter erreichen eine Länge zwischen 10 und 20 cm.

Sie stehen an einem langen geflügelten Blattstiel. In den Monaten April bis Juni erscheinen die weißen Blüten. Sie bilden einen 3 bis 8 cm großen schirmförmigen Blütenstand. Im Frühjahr treiben aus der Zwiebel zuerst die breiten frischgrünen Blätter . Erst danach entwickeln sich dann die Blütendolden.

Nach der Blüte ziehen die Säfte wieder in die Zwiebel ein und die Schlotten sterben ab. Jetzt beginnt für die Pflanze die Ruhezeit, welche bis ins Frühjahr andauert.

Aufgrund der Blätter könnte eine Verwechselung mit dem giftigen Maiglöckchen und der Herbstzeitlose erfolgen. Der einzige Unterschied ist hier der intensive Knoblauchgeruch des Bärlauchs.

Im frischen Laub sind ätherische Öle, organische Salze die Vitamine B, C, E, Mineralstoffe, Vinylsulfid und die Spurenelemente Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Chlor, Eisen, Zink, Kupfer, Mangan, Fluor und Jod in den Zehen enthalten.

Ernte: In der Regel wird Bärlauch frisch verwendet. Daneben kann er aber auch eingefroren und getrocknet werden. Die Ernte der Blätter sollte im Frühjahr vor der Blüte erfolgen. Daneben sind auch die Blüten essbar.

Anzucht: Bärlauch kann durch Aussaat im Herbst in lockeres und gut durchlässiges Substrat vermehrt werden. Man sollte ihn im Frühbeet vorziehen. Die Jungpflanzen können dann an einen feuchten und schattigen Ort im Garten umgepflanzt werden. Daneben kan man aber auch reife Pflanzen während der Ruhezeit teilen und dann die Teilstücke wieder einzeln auspflanzen.

Bei anhaltender Trockenheit muss unbedingt eine Wassergabe, aber keine Düngung erfolgen.

Das Herbstlaub sollte nicht entfernt werden. Es dient als natürlicher Winterschutz. An geeigneten Standorten können sich dichte Bestände bilden.

Verwendung: Frische fein gehackte Blätter finden Verwendung zum Verfeinern von Fischgerichten, Suppen, Salaten, Gemüse, gekochten Kartoffeln, Soßen und Weichkäse. Dazu eignen sich auch die Blüten.

Trotz mildem Knoblauchgeschmack verursacht dieser keinen Mund- oder Körpergeruch.

Der Bärlauch ist auch für seine harntreibende, reinigende, antiseptische, blutdrucksenkende, wurmabtötende und anregende Wirkung bekannt.

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