Allgemeine Fitness – Sport

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Fitness – Balance finden

Fitness hat Konjunktur, soviel steht fest. Den „Durchbruch“ in Deutschland markierte wohl die „Trimm-Dich-Bewegung“ der 1970er Jahre, seither schreitet auch die Kommerzialisierung dieses Trends immer stärker voran.

Fitnessübungen in einer Turnhalle
Allgemeine Fitness für Jederman

Aber was genau bezeichnet dieser Begriff? Im Allgemeinen wird darunter das Bemühen verstanden, etwas für das körperliche und geistige Wohlbefinden zu tun. Motiviert wird dies durch den Wunsch, sich einer ausgeglichenen Lebensweise anzunähern, um den Belastungen des Alltags besser standhalten zu können sowie einen Ausgleich zum körperlich oft eintönigen Büroalltag zu schaffen.

Als wissenschaftlich erwiesen gilt, dass Fitness-Treibende ihre gesundheitlichen Risiken verringern und die Konzentrationsfähigkeit steigern, eine höhere Lebenserwartung ist statistisch nachweisbar. Da körperliche Fitness präventiv Krankheiten vorbeugen kann, werden entsprechende Angebote inzwischen von allen gesetzlichen Krankenkassen gefördert.

Da die Begrifflichkeit nicht klar definiert ist, kann sie von unterschiedlichen Personen oder Interessengruppen durchaus anders interpretiert werden. Relativ klar lässt sich der Bedeutungsinhalt vom Leistungssport und auch vom ambitionierten Freizeitsport abgrenzen, der die Steigerung der Belastungsgrenze in den Fokus der Aktivitäten stellt, während der Fitness-Treibende eher im Weg das Ziel sieht und nicht nach steter Verschiebung der Leistungsgrenze strebt. Wie also kann Fitness erreicht werden?

Sport treiben für die Fitness

Um sich körperlich fit zu halten oder zu machen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Dem allgemeinen Individualisierungstrend folgend, sind gerade solche Sportarten beliebt, die keine Vereinszugehörigkeit voraussetzen. Positiv auf das Herzkreislaufsystem wirken sich vor allem die Ausdauersportarten aus, wie zum Beispiel Joggen, Walken, Schwimmen oder Radfahren.

Diese Sportarten haben den Vorteil, dass das gewährte Zeitfenster jederzeit flexibel disponiert werden kann – ohne dass Kosten wie zum Beispiel im Fitnessstudio anfallen.

Doch auch Kurse, die eine regelmäßige und zeitlich fixierte Teilnahme erfordern, boomen: In jüngster Zeit erlebt die Tanzsportart Zumba, bei der zu lateinamerikanischen Rhythmen getanzt wird, einen großen Aufschwung, schon etwas länger haben Joga oder Aerobic Konjunktur.

Wassergymnastik hingegen bietet die Möglichkeit eines sehr effektiven Trainings, das dabei aber ausgesprochen gelenkschonend ist.

Für diejenigen, die sich am liebsten in den eigenen vier Wänden bewegen möchten, gibt es Gymnastikübungen für das Heimtraining – entweder als Video zum Nachturnen oder mit der entsprechenden Literatur erlernbar. Für jede persönliche Präferenz sollte sich eine Sportart finden lassen.

Für langjährige Sportmuffel gilt es allerdings ein paar Punkte zu beachten

Eventuell kann eine vorherige Gesundheitsprüfung sinnvoll sein, insbesondere wenn der oder die Fitness-Willige älter als 35 Jahre ist. Ein langsamer Einstieg wird empfohlen, möglichst unter professioneller Anleitung und lieber mehrmals wöchentlich in kleineren Einheiten.

Trainingspausen auch bei leichten Verletzungen oder anderen Erkrankungen sind unbedingt einzuhalten. Die Belastung sollte zudem altersgerecht sein. Drei bis vier Bewegungseinheiten von ca. 30 Minuten pro Woche sind optimal, wobei weniger natürlich immer noch besser ist als nichts.

Ein allzu sklavisches Halten an solche, ohnehin individuell variierenden, Richtwerte widerspricht aber der eigentlichen Intention und baut dort Druck auf, wo er doch gerade abgebaut werden soll.

Ernährung ergänzt die Fitness

Ein heute nicht mehr wegzudenkender Bestandteil der Fitness-Bewegung ist die Ernährung, was sich zum Teil daraus erklärt, dass häufig eine angestrebte Gewichtsreduzierung motivierend wirkt.

Nicht zuletzt hat aber auch die Nahrungsmittelindustrie hier einen Markt mit gewaltigem Wachstumspotenzial entdeckt. Es gibt kein Produktsegment mehr, das nicht mit Signalwörtern wie „Fitness“, „Balance“, „leicht“ oder ähnlichem werben würde.

Häufig wird der Kunde hier mutwillig getäuscht, denn Bezeichnungen dieser Art sind in keiner Weise geschützt und dürfen nahezu jedem Produkt aufgedruckt werden. Somit gibt es auch nur eine geringe Trennschärfe zu Produkten aus dem Diätmarkt-Sektor.

Eine Ernährung, die tatsächlich auf Bedürfnisse der körperlichen Fitness ausgerichtet ist, setzt hingegen in erster Linie auf Ausgewogenheit. Eine drastische Reduzierung der Kohlehydratezufuhr zum Beispiel, wie sie in vielen Diätratgebern propagiert wird, ist nicht sinnvoll, denn ein wesentlicher Teil des Energiebedarfs wird aus Kohlehydraten gedeckt.

Und das ist gerade für den körperlich Aktiven von großer Bedeutung, da diese, neben Fett und Eiweiß, zu einem der drei Hauptenergieträger zählen. Zurückhaltung zum Wohle der Fitness ist hingegen tatsächlich geboten bei Süßwaren und Alkohol, außerdem werden durchschnittlich weit mehr Fette und Öle konsumiert als nötig.

Vielfältigkeit ist das oberste Gebot bei einer fitness-orientierten Ernährung: eine gesunde Mischung aus vitaminhaltigem Obst und Gemüse, proteinhaltigen Milchprodukten (ebenso Fleisch, Fisch und Eier) sowie an Kohlehydraten reiche Lebensmittel wie Getreideprodukte, Nudeln, Kartoffeln oder Hülsenfrüchte.

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