Allerheiligen und Allerseelen Feiertag

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Die zwei Feiertage der römisch-katholischen Kirche – Allerheiligen und Allerseelen – werden jedes Jahr am 1. und 2. November begangen. Damit verbunden sind verschiedene Bräuche, wie beispielsweise die Herstellung besonderen Gebäcks.

Bräuche an Allerheiligen und Allerseelen

Allerheiligen und Allerseelen
Gebräuche für Allerheiligen und Allerseelen

So ist es in Süddeutschland und in Teilen Österreichs bis heute üblich, Allerheiligenstriezel zu backen. In früheren Zeiten gingen die Armen von Haus zu Haus und bekamen einen solchen Hefezopf als Almosen überreicht.

Später dann backten Paten für ihre Patenkinder solche Allerheiligenstriezel, die auch Seelenzöpfe oder Seelenwecken genannt werden.

Im 19. Jahrhundert war es Brauch, dass die Hinterbliebenen sich als Ausdruck ihrer Trauer um die Verstorbenen ihre geflochtenen Zöpfe abschnitten – daran erinnern nach wie vor die Seelenzöpfe.

Heute bieten die Bäckereien verschiedene Sorten von Seelenbrezeln an – mal mit eingebackenen Rosinen, Zucker oder Mandeln bestreut, mal mit Salzkristallen wie bei einer Laugenbrezel.

Im süddeutschen Ries wird ein Seelenwecken aus Brötchenteig gebacken und erinnert an ein längliches Brötchen, das an den Enden spitz zuläuft.

Im österreichischen Linz hat die Tradition des Backens von Seelenzöpfen aus Hefeteig sogar Orakelcharakter: Nur wenn der Zopf gelingt, bedeutet dies Glück. Geht die Hefe jedoch nicht auf, drohen Unglück und Tod.

Bekommt jemand einen Seelenzopf geschenkt, bedankt er sich traditionell mit den Worten „Vergelt’s Gott (für die armen Seelen)“. Mit dieser kurzen Fürbitte für die leidenden Seelen Verstorbener gedenkt er dieser insbesondere an Allerseelen.

Darüber hinaus ist die Form der Zöpfe mit ihren drei ineinander verschlungenen Strängen ein Symbol der Heiligen Dreifaltigkeit.

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