Karbolchampignon – Agarius xanthoderma Pilze

Karbolchampignon – Weißer Giftchampignon – Agarius xanthoderma

Merkmale: Bei jungen Pilzen ist der Hut kegelförmig, dann gewölbt und schließlich flach ausgebreitet. Er hat einen Durchmesser von 5 bis 15 cm. Normalerweise ist die Huthaut glatt. Allerdings kann sie mitunter auch leicht schuppig sein.

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Agaricus.xanthodermus.-.lindsey “ by James K. Lindsey – Licensed under CC BY-SA 2.5 via Wikimedia Commons.

Der weiße Hut kann in seiner Mitte auch eine bräunliche Verfärbung aufweisen. Bei Pilzen, welche an einem sonnigen Standort wachsen, ist der Hut meist mit feinen und grauen Schuppen bedeckt. Sehr schnell verfärbt sie die Huthaut durch Reiben gelb.

Der Stiel ist relativ lang und schlank. Er ist zylindrisch geformt und kann 5 bis 15 cm lang und 1 bis 2 cm dick werden. Der Stiel ist an seiner Basis sichtbar knollig verdickt. Er ist weiß gefärbt und es ist ein sichtbarer, häutiger und weißer Ring vorhanden. Er ist ebenfalls doppelt, dauerhaft und kann leicht nach oben abgezogen werden. Die Unterseite des Ringes ist sehr oft flockig.

Die verhältnismäßig schmalen Lamellen stehen unter der Huthaut dicht gedrängt. Sie sind freistehend, also nicht am Stiel angewachsen. Zunächst sind die Lamellen von weißer Farbe. Mit zunehmendem Alter verfärben sie sich dunkelbraun bis schwarz.

Das Fleisch ist unter der Huthaut und auch im oberen Teil des Stiels weiß und an der Stielbasis chromgelb. Der Pilz riecht sehr stark nach Karbol. Allerdings ist sein Geschmack recht angenehm.

Standort: Der Karbolchampignon ist eine sehr häufig vorkommende Art. Bevorzugt wachsen die Pilze in Laub- und Nadelwäldern. Man findet sie aber auch in Parkanlagen, an Straßenrändern, in Gärten und auf gedüngten Wiesen und Weiden. Meist stehen sie hier dann in größeren Gruppen. Diese Pilze lieben einen nährstoffreichen und kalkhaltigen Boden. Die Fruchtkörper erscheinen in den Monaten Mai bis Oktober.

Wert: Pilze dieser Art sind giftig. Schon kurze Zeit nach dem Verzehr treten Magen- und Darmbeschwerden auf. Die ersten Symptome für eine Vergiftung äußern sich durch Erbrechen und auch heftigen Durchfall.

Verwechslungsgefahr Karbolchampignon: Der giftige Karbolchampignon kann sehr leicht mit den essbaren Champignons verwechselt werden. Allerdings kann man die Pilze hier am Geruch unterscheiden. Der Karbolchampignon verströmt einen sehr unangenehmen Geruch nach Karbol.

 


Was beim Sammeln von Pilzen immer wichtig ist

Ein allgemeines Kriterium zur Unterscheidung von essbaren und giftigen Pilzen gibt es nicht. Genaue Kenntnisse über Fruchtkörper und allgemeines Aussehen sind beim Pilze sammeln daher unabdingbar und können durch kein Pilzlexikon ersetzt werden. Generell gilt, einen unbekannten oder nicht genau bestimmbaren Pilz nicht zu sammeln und schon gar nicht zu verzehren.

Es ist auch zu berücksichtigen, dass einige Pilzsorten früher als Speisepilze galten, jedoch mittlerweile zu den giftigen Pilzen zählen. Bei der Pilzbestimmung muss daher immer auf aktuelle Fachliteratur zurückgegriffen werden.

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