Weißer Anischampignon – Agarius arvensis Pilze

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Weißer Anischampignon – Schafchampignon

Merkmale: Der dickfleischige Hut ist anfangs halbkugelig und später dann flach gewölbt. Mitunter kann ein deutlicher Höcker sichtbar sein. Er hat einen Durchmesser von 5 bis 20 cm. Die Huthaut ist weiß und seidig glänzend.

2012-10-09 Agaricus arvensis Schaeff 270481
This image was created by user walt sturgeon (Mycowalt) at Mushroom Observer, a source for mycological images.[CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons
Sie kann mitunter auch etwas rissig oder auch mit feinen und flockigen Schuppen besetzt sein. Die Hutränder sind sehr oft eingerissen. Die weiße Huthaut verfärbt sich sofort bei Berührungen zitronengelb bis rötlich.

Der recht stämmige Stiel ist zylindrisch und weißflockig. Bei jungen Pilzen ist er noch voll und im Alter meist hohl. Der Stiel kann 5 bis 15 cm lang und 1 bis 2 cm dick sein. Er ist an seiner Basis knollig verdickt. Weiterhin ist am Stiel ein doppelter und herabhängender Ring sichtbar. An der Unterseite dieses Ringes zeigt sich ein sternenförmiges Muster.

Die Lamellen sind eher schmal und stehen dicht gedrängt. Sie sind freistehend, also nicht am Stiel angewachsen. Die weißen Lamellen verfärben sich zunehmend graurosa und schließlich dunkel- bis schwarzbraun. Sie sind aber niemals ganz rosa.

Das Fruchtfleisch ist fest und zart. Es ist weiß gefärbt und duftet herrlich nach Anis. Der Geschmack ist aromatisch nussartig. Bei Druck- und Schnittverletzungen verfärbt sich das Fleisch hellgelb bis schwach rötlich.

Standort: Anischampignons sind sehr häufig vorkommend und auch weit verbreitet. Bevorzugt findet man sie in Parkanlagen und auf gedüngten Wiesen und Weiden. Aber diese Pilze wachsen auch in sonnigen Laub- und Nadelwäldern. Die Fruchtkörper erscheinen in den Monaten Mai bis Oktober.

Wert: Die Champignons sind essbar und auch sehr beliebte Speisepilze. Sie gehören zu den wohl schmackhaftesten Champignonarten. Der Anischampignon kann auch roh verzehrt werden. Hervorragend eignet er sich auch zum Trocknen.

Verwechslungsgefahr Weißer Anischampignon: Eine sehr große Ähnlichkeit besteht mit einigen giftigen Knollenblätterpilzen. Dazu gehört beispielsweise der Grüne Knollenblätterpilz (Amanita phalloides) und auch der weiße Kegelhütige Knollenblätterpilz (Amanita virosa). Leicht kann daneben aber auch eine Verwechslung mit dem giftigen Karbolchampignon (Agarius xanthoderma) erfolgen.

 


Was beim Sammeln von Pilzen immer wichtig ist

Ein allgemeines Kriterium zur Unterscheidung von essbaren und giftigen Pilzen gibt es nicht. Genaue Kenntnisse über Fruchtkörper und allgemeines Aussehen sind beim Pilze sammeln daher unabdingbar und können durch kein Pilzlexikon ersetzt werden. Generell gilt, einen unbekannten oder nicht genau bestimmbaren Pilz nicht zu sammeln und schon gar nicht zu verzehren.

Es ist auch zu berücksichtigen, dass einige Pilzsorten früher als Speisepilze galten, jedoch mittlerweile zu den giftigen Pilzen zählen. Bei der Pilzbestimmung muss daher immer auf aktuelle Fachliteratur zurückgegriffen werden.

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