Was ändert sich für Familien in 2016

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Jahr für Jahr werden die deutschen Gesetze angepasst und geändert. Auch Familien sind häufig davon betroffen. Die neuesten Änderungen beziehen sich auf die Themen Kindergeld, Bafög und Unterhalt. Daneben ändern sich aber auch einige Dinge, die jeden Bürger betreffen.

Familie – Was ändert sich ab 2016

Änderungen in 2016
Das alles ändert sich im Jahr 2016 – nicht nur für Familien

Seit September 2015 ist das Kindergeld pro Kind um 4 Euro gestiegen. Für das erste und zweite Kind erhalten Eltern damit 188 Euro. Für das dritte Kind bekommen sie 194 Euro. Und ab dem vierten gibt es jeweils 219 Euro.

Ab Januar 2016 kommen noch einmal 2 Euro pro Kind hinzu. Damit Eltern das Kindergeld fortlaufend erhalten, müssen Sie künftig bei der Familienkasse die Steuer-Identifikationsnummer ihres Kindes vorlegen.

Die Steuer-Identifikationsnummer fürs Kindergeld

Ab 2016 erhalten Eltern von den Familienkassen nur noch Kindergeld, wenn sie eine Steuer-ID vorweisen können. Dies gilt auch für Elternteile, die Kindergeld beziehen. Die Steuer-Identifikationsnummer für Kinder wurde ins Leben gerufen, um doppelte Beantragungen und Zahlungen zu vermeiden. Wer nicht weiß, ob die Familienkasse über die notwendigen Informationen zur Identifikationsnummer verfügt, kann direkt nachfragen. Auch eine eigene Überprüfung ist möglich, denn die Nummer ist auch auf der elektronischen Gehaltsbescheinigung zu finden.

Sollte es notwendig sein, die Identifikationsnummer nachzureichen, muss dies schriftlich erfolgen. Zu beantragen ist diese schriftlich beim BZSt, dem Bundeszentralamt für Steuern. Zwar kann die Bearbeitung einige Wochen in Anspruch nehmen. Dennoch muss niemand panisch reagieren. Das Bundeszentralamt weist eindeutig darauf hin, dass das Kindergeld von den Familienkassen auch ohne Steuer-ID weitergezahlt wird. Für das Nachreichen der Nummer steht den Eltern das gesamte Jahr 2016 zur Verfügung.

Änderungen beim Bafög und Unterhalt

Sowohl beim Bafög als auch beim Unterhalt für Kinder gibt es Neuerungen. Bereits seit August 2015 gilt:

  • Ein Bezug von Bafög ist auch dann möglich, wenn es eine vorläufige Zulassung zu einem Masterstudium gibt. Allerdings muss die Universität innerhalb eines Jahres verbindlich zusagen. Anderenfalls wird das Bafög in voller Höhe zurückgefordert. Viele Studenten, die sich zwischen dem Bachelorstudium und dem Masterstudium befanden, waren von der Finanzierungslücke betroffen, die durch diese Gesetzesänderung geschlossen werden soll.

  • Trennungskinder erhalten mehr Unterhalt. Nach fünf Jahren wurde die Düsseldorfer Tabelle wieder einmal aktualisiert. Die Erziehungsberechtigten erhalten demnach rund 3,3 Prozent mehr Kindesunterhalt. 2016 wird es eine erneute Anpassung geben.

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  1. Flugreisende müssen sich an den Flughäfen weiterhin auf stärkere Kontrollen einstellen. Damit soll die Flugsicherheit erhöht werden.

  2. Der Mindestlohn im Baugewerbe steigt für ungelernte Kräfte im Osten auf 9,25 Euro und im Westen auf 10,80 Euro.

  3. Die Kfz-Abgasnormen werden verschärft, was für die Autohersteller höhere Kosten mit sich bringt. Vermutlich werden erstzugelassene Autos damit künftig teurer.

  4. Im Scheidungsrecht gibt es eine Änderung im Bereich „Gewinne“. Bei der Auflösung einer Ehe werden die in dieser Zeit entstandenen Gewinne gleichmäßig aufgeteilt. Schulden, die die Partner mit in die Ehe gebracht haben, zählen nicht dazu. Diese werden mit dem Zugewinn nicht mehr verrechnet.

  5. Inline-Skater dürfen nur noch auf ausgewiesenen Wegen fahren. Sie werden den Fußgängern gleichgestellt und dürfen diese nicht behindern.

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