Adoption von Kindern

Adoption – der alternative Weg zum Nachwuchs

Wer sich mit dem Thema Adoption befasst, kann unterschiedliche Gründe dafür haben. In den meisten Fällen ist ungewollte Kinderlosigkeit der Grund, es gibt aber auch Menschen, die sich ganz bewusst für eine Adoption und gegen ein eigenes Kind entscheiden.

Adoption von Kindern
Erste Tipps für die Adoption eines Kindes

Aus welchem Grund auch immer, das Thema Adoption ist so vielfältig, wie die Gründe, die dazu führen, darüber nachzudenken. Grundlegend sind die nachfolgenden Punkte zu beachten:

Es besteht die Möglichkeit, ein in Deutschland geborenes Kind zu adoptieren, eine Alternative dazu ist die sogenannte Auslandsadoption.

Das kann ein zusätzliches Feld für Entscheidungen sein, außerdem ist der Weg dorthin vielleicht noch ein bisschen schwieriger.

Adoption in Deutschland

Das Jugendamt ist die Anlaufstelle für Personen, die ein Kind in Deutschland adoptieren möchten. Dazu gibt es natürlich eine Reihe an Formularen, die ausgefüllt vorgelegt werden müssen. Je nach Bundesland sind diese Formulare unterschiedlich, deshalb an dieser Stelle keine genaue Festlegung über die jeweiligen Ausführungen.

Auf jeden Fall wird zum Antragsformular eine Kopie der Heiratsurkunde, Lebensläufe beider Partner, polizeiliches Führungszeugnis von beiden „Elternteilen“, ärztliche Atteste und Verdienstnachweise bzw. Vermögens- oder Schuldennachweis verlangt.

Diese Unterlagen werden dem Jugendamt vorgelegt, woraufhin dann die Einladung zu einem ersten Bewerbergespräch beim Jugendamt erfolgt. In diesem Gespräch werden die Bewerber nicht nur über die Verfahrensweise einer Adoption aufgeklärt.

Die Bewerber erhalten einen weiteren Fragebogen, in dem sie die genauen Beweggründe für eine Adoption erklären sollen. Hier reicht es natürlich nicht, nur in einem Satz zu antworten, da möchten die Mitarbeiter des Jugendamtes schon etwas mehr erfahren.

Natürlich möchten die Partner ein Kind, aber warum und will es einer mehr als der Andere? Was bedeutet es für die Bewerber, wenn sie ein Kind haben und was bedeutet die Kinderlosigkeit? Welche Vorstellung von Erziehung haben sie, welche mit der Kirche, der Gesellschaft? Haben sich die Bewerber mit diesen und anderen Fragen auseinandergesetzt, wird der Fragebogen zusammen mit den anderen Unterlagen wieder eingereicht.

Anschließend beginnt das Eignungsverfahren, indem die Mitarbeiter des Sozialamts mehrere Gespräche mit den Bewerbern führen, auch in den eigenen vier Wänden der künftigen Eltern. Hier wird wahrscheinlich die gesamte eigene Kindheit, Jugend und das Erwachsenenleben durchleuchtet. Über allem steht immer die konkrete Frage: Warum möchten Sie ein Kind adoptieren? Außerdem wird explizit danach gefragt, ob man auch ein Pflegekind annehmen würde und wenn nicht, warum nicht?

Adoption im Ausland

Eine Auslandsadoption ist für viele Menschen, die ein Kind adoptieren möchten, aus unterschiedlichen Gründen die erste Wahl. Die meisten sehen darin die einzige Möglichkeit, zu einem Kind zu kommen, weil sie nach den in Deutschland herrschenden Vorgaben schlichtweg zu alt sind. Da die Waisenhäuser im Ausland außerdem vollkommen überfüllt sind, kommt dies noch als Vereinfachung hinzu.

Als erste Anlaufstelle für eine Auslandsadoption führt der Weg der Bewerber zu einer der „staatlich anerkannten Adoptionsvermittlungsstellen“ oder zum jeweiligen Landesjugendamt. Die Vermittlungsstelle ist bei der Zusammenstellung der erforderlichen Unterlagen behilflich und unterstützt die Bewerber auch dabei, den Ablauf der Adoption im gewählten Land zu organisieren. Hier sind außerdem alle gewünschten Auskünfte über die Bedingungen für die Bewerber in dem jeweiligen Land zu erfahren.

Anders als bei einer Adoption in Deutschland sind die Bedingungen zwar auch umfangreich, aber nicht verbissen. Auch Singles haben eine Chance, ein Kind adoptieren zu können, ebenso wie Menschen im Alter über 40. In Deutschland ist es umgekehrt, hier scheint die Meinung zu herrschen, dass man umso geeigneter ist, je jünger die Bewerber sind. Bei Auslandsadoptionen wird in erster Linie ein geeigneter Bewerber für das Kind gesucht und nicht umgekehrt.

Bei einer Privatadoption kümmern sich die künftigen Eltern um alle notwendigen Schritte selbst. Sie müssen die Gerichtsverfahren, Kontakte zu den Adoptions-Zentralen oder Waisenhäusern selbst organisieren. Zwar ist auch hier eine Adoption mit Aufwand und Hürden verbunden, jedoch sind diese leichter als in anderen Verfahren.

Die Agenturen helfen dabei, die nötigen Formalitäten zu erledigen und nach persönlichen Gesprächen kann schon nach wenigen Wochen der Weg zum adoptierten Kind aus dem Ausland frei sein. Die Kosten für eine private Adoptionsvermittlung sind natürlich hoch, jedoch ist dies für die meisten Eltern das kleinere Problem.

Aktuelle und weiterführende Informationen rund um das Thema Adoption findet man auf den Seiten „Familien-Wegweiser“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter dem Stichwort „Adoption“.

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